Mit Fitch hat auch die letzte der drei großen Rating-Agenturen dem Euro -Land Slowenien eine schlechtere Bonitätsnote verpasst. Die Schuldenexperten senkten die Bewertung des Euro-Landes am Mittwoch um eine Stufe auf "A-" und signalisierten mit einem "negativen Ausblick", dass eine weitere Herabstufung droht. Grund für die schlechtere Einstufung seien die Probleme im Bankensektor sowie das Zögern der Regierung bei der Umsetzung eines Plans zur Rekapitalisierung der Branche. Vergangene Woche hatten bereits Moody's sowie Standard & Poor's den Daumen über Slowenien gesenkt.
Slowenien gehört zu jenen Staaten in Osteuropa, die am stärksten von der Finanzkrise getroffen wurden. Ähnlich wie in Spanien war in Slowenien eine Immobilienblase entstanden. Diese platzte im Zuge der Finanzkrise und zog die großen slowenischen Baukonzerne in den Konkurs. Das staatliche Wirtschaftsinstitut schätzt, dass die dortigen Banken auf faulen Krediten von über 6 Mrd. Euro sitzen. Seit September haben alle großen Ratingagenturen die Bonität des Euro-Landes mehrfach wegen schleppender Reformen, des steigenden Haushaltsdefizits und Risiken im Bankensektor herabgestuft.
Das kleine Euro-Land trat 2007 der Währungsunion bei und gilt wegen schleppender Reformen, dem steigenden Haushaltsdefizit und den Risiken im Bankensektor als Kandidat für den Euro-Rettungsschirm EFSF. Griechenland, Portugal und Irland sind bereits unter den Schirm geschlüpft, Spanien und Zypern haben entsprechende Anträge gestellt.
mit Reuters