Die Rendite zweijähriger deutscher Staatsanleihen kletterte um 3 Basispunkte auf 3,889 %. "Deutlich über den Erwartungen ausgefallene US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter und niedrige Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung passten so gar nicht zum am Markt vorherrschenden Rezessionsszenario", begründeten die Anleihestrategen der HSH Nordbank den ungewöhnlich starken Tagesanstieg der Rendite. "Wie in der Vorwoche hält das Inflationsgespenst die Rentenmärkte fest im Klammergriff", so die HSH.
In der Vorwoche waren die Renditen der Zweijährigen weltweit so stark gestiegen wie seit fast fünf Jahren nicht. Der Grund dafür sei - mehr noch als die Inflationsangst - die gestiegene Zuversicht in die US-Wirtschaft, teilte Credit Suisse mit. Die Bank bezeichnete diese Zuversicht als überraschend, angesichts des hohen Ölpreises und der fallenden Konjunkturindikatoren.
Die US-Währung konnte dank der Konjunkturhoffnung zum Euro rund 2,3 Cent gutmachen. Die Gemeinschaftswährung fiel von 1,5888 $ am Vortag auf 1,5658 $. Der Dollar-Index, der die Bewegung des Greenback zu sechs wichtigen Währungen zusammenfasst, stieg um mehr als ein Prozent.