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Merken   Drucken   24.06.2008, 11:15 Schriftgröße: AAA

Rohstoffrally: Spekulation über Ölspekulanten  

Eine Studie liefert neuen Zündstoff für die Debatte, ob Finanzinvestoren den Ölpreis in die Höhe treiben. Doch sie ist nicht frei von Widersprüchen. US-Abgeordnete wollen jedenfalls eine schärfere Aufsicht durchsetzen. von Tobias Bayer (Frankfurt)
Ist der Ölmarkt ein Kasino für hemmungslose Glücksritter? Das behauptet zumindest ein demokratischer Kongressabgeordneter. Und er hat gute Argumente. Laut einer Studie des Energieausschusses haben Finanzinvestoren ihr Engagement an den Terminmärkten massiv ausgebaut. Die Zahl ist beeindruckend: Spekulanten halten inzwischen 71 Prozent aller Ölkontrakte an der New York Mercantile Exchange (Nymex). Vor acht Jahren waren es nur 37 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Energieausschusses des US-Repräsentantenhauses.
"Das wirft natürlich Fragen auf, ob sich die Ölpreise von Angebot und Nachfrage entfernt haben und der Ölmarkt zu einem hemmungslosen Kasino für die Spekulanten geworden ist", sagte der demokratische Abgeordnete John Dingell, der gemeinsam mit seinem Kollegen Bart Stupak die Analyse in Auftrag gegeben hat. Am Montag fand dazu eine Anhörung unter anderem mit Vertretern der Energiebörsen und der US-Terminbörsenaufsicht CFTC statt.
Seit Monaten wird debattiert, ob die Ölpreisrally von Spekulanten getrieben wird oder nicht. Die Ölstaaten nutzen solche Untersuchungen dazu, der Finanzwelt die Verantwortung für die Rekordjagd des Ölpreises zuzuschanzen.
Die Untersuchung des Energieausschusses ist aber nicht frei von Widersprüchen. Denn sie kommt zu anderen Ergebnissen als Stellungnahmen der CFTC. Deren Chefökonom Jeffrey Harris hatte wiederholt betont, dass das Engagement der Finanzinvestoren in den vergangenen Jahren nicht zugenommen und sich die Anzahl der Marktteilnehmer nicht entscheidend verändert habe. Das Überraschende daran: Die von Dingell und Stupak in Auftrag gegebene Analyse stützt sich allein auf Daten der CFTC. "Die Ergebnisse verdeutlichen den grundlegenden Wandel, der auf dem Ölmarkt stattgefunden hat. Früher diente der Terminmarkt Käufern und Verkäufern, die sich absichern wollten. Jetzt sind die meisten Handelsteilnehmer Spekulanten", heißt es in einem Memorandum des Ausschusses.

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