Die Institute leihen sich 489 Mrd. Euro bei der Europäischen Zentralbank. Es ist das erste EZB-Darlehen mit einer Laufzeit von drei Jahren. Der Euro macht einen Freudensprung.
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Die Kreditinstitute im Euro-Raum haben beim ersten Dreijahrestender der Europäischen Zentralbank (EZB) kräftig zugelangt: 523 Banken liehen sich nach EZB-Angaben am Mittwoch insgesamt 489 Mrd. Euro. Damit wurde die bislang höchste Summe, die jemals auf einen Schlag bei der Zentralbank abgerufen wurde, übertroffen. Im Juni 2009 hatten beim ersten Einjahrestender der EZB rund 1000 Banken 442 Mrd. Euro ausgeliehen.
Die Notenbank reagierte mit der Vergabe des Dreijahreskredits auf die Schuldenkrise. Sie hat zu erheblichen Verspannungen auf dem Interbankenmarkt geführt, weil die Geldhäuser einander nicht mehr vertrauen und sich mit der Kreditvergabe an andere Institute zurückhalten.
Die Hoffnung, die Liquiditätsspritze für die Banken werde eine Kreditklemme abwenden, beflügelte die Märkte: Der Euro kletterte auf ein Tageshoch von 1,3197 Dollar. Der DAX stieg unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen um 60 Punkte.
Die Verzinsung des EZB-Darlehens richtet sich nach dem durchschnittlichen Leitzins über die Gesamtlaufzeit von 36 Monaten. Derzeit liegt der Leitzins auf dem Rekordtief von einem Prozent. Eine Erhöhung in näherer Zukunft ist angesichts der drohenden Rezession in Teilen Europas so gut wie ausgeschlossen. Zudem können die Banken den Kredit bereits nach einem Jahr zurückzahlen, wenn sie sich gegen das Risiko einer Zinserhöhung zu einem späteren Zeitpunkt absichern wollen.
"Im Grunde ist das kostenloses Geld", sagte Jens-Oliver Niklasch, Stratege bei der Landesbank Baden-Württemberg in Stuttgart, der Nachrichtenagentur Bloomberg. “Die Konditionen sind unschlagbar."
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