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01.11.2011, 18:01
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Schuldenkrise:
Papandreous Wette verschreckt Märkte
Euro-Gruppen-Chef Juncker spricht es aus: Mit der geplanten Volksabstimmung riskiert die griechische Regierung eine Staatspleite. Der DAX schließt fünf Prozent im Minus.
Die griechischen Pläne für eine Volksabstimmung über das zweite Hilfspaket für Athen hat am Dienstag einen Kurssturz an den Börsen ausgelöst. Der
DAX schloss fünf Prozent im Minus bei 5835 Zählern. Der
Euro Stoxx 50 verlor 4,6 Prozent. Der
Euro fiel um mehr als ein Prozent auf weniger als 1,37 Dollar. Auch an der Wall Street purzelten die Kurse: Der
Dow Jones und der breiter gefasste
S&P 500 gaben mehr als zwei Prozent nach.
Kursinformationen und Charts
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DAX
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6339,94 |
[24.05] |
+0,38% |
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Der DAX fiel in der Spitze um mehr als sechs Prozent, als Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker die möglichen Folgen des von der griechischen Regierung angekündigten Referendums warnte. Sollten die Griechen das zweite Hilfspaket der Euro-Partner wegen der damit verbundenen Auflagen ablehnen, könnte dies eine Staatspleite herbeiführen, sagte Juncker in einem Radio-Interview. An der Mailänder Börse schloss der Leitindex
FTSE/MIB 6,8 Prozent im Minus, weil eine Staatspleite Griechenlands auch Italien in den Abgrund reißen könnte.
Angeführt wurde die Talfahrt an den Börsen von Finanztiteln. In Frankfurt brachen die Kurse
Commerzbank und der
Deutschen Bank um neun beziehungsweise um acht Prozent ein.
Hintergrund ist die Sorge, das von der griechischen Regierung angekündigte Referendum über die mit dem zweiten Hilfspaket für Athen verbundenen Sparauflagen könnte scheitern. In diesem Fall droht Griechenland die Zahlungsunfähigkeit. Die Banken müssten dann nicht nur ihre griechischen Staatsanleihen abschreiben, sondern eine Ausweitung der Euro-Krise und Verluste auch mit den Anleihen anderer hoch verschuldeter Länder befürchten.
Größter Verlierer im Euro Stoxx 50 war die Aktie der italienischen Bank
Intesa Sanpaolo mit einem Minus von 17 Prozent. Das Papier wurde in Mailand vorübergehend vom Handel ausgesetzt. Der Kurs der französischen Bank
Société Générale brach um 16 Prozent ein.
Teil 2: Italienische Risikoprämien steigen
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FTD.de, 01.11.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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