das sagte Linda Chatman Thomsen, die der SEC-Abteilung vorsteht, die Insiderhandel verfolgt. "Ivan der Schreckliche" war 1986 wegen verbotener Insidergeschäfte zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 100 Mio. $ verurteilt worden. Neben
Carl Icahn gilt er als eines der Vorbilder für die Filmfigur des schmierigen Spekulanten Gordon Gekko in Oliver Stones Kinohit "Wall Street".
"Die Betrüger sitzen inzwischen in den oberen Etagen der Banken, das sind nicht die einfachen Angestellten", sagte Thomson weiter und fügte hinzu: "Wenn Menschen nur die Wahl bleibt zwischen verhungern und stehlen, könnte ich es ja noch verstehen, wenn sie sich dafür entscheiden zu klauen. Aber diese Leute sind weit davon entfernt, in einer Notlage zu sein."
Vergangene Woche war ein Ex-Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young verurteilt worden, der einem befreundeten Investmentbanker Insiderinformationen zu insgesamt sieben Fusionsvorhaben gesteckt haben soll. 2007 waren 13 Banker, unter anderem von
Morgan Stanley und
UBS , wegen Insiderhandels bestraft worden.
Wie Thomsen weiter sagte, habe der
Insiderhandel wegen der starken Vernetzung der Finanzmärkte inzwischen ein globales Ausmaß angenommen, das eine engere Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden weltweit erfordere - "nicht nur beim Informationsaustausch, sondern vor allem auch bei der Strafverfolgung".