Die wichtigsten Indizes für Kreditabsicherung in Europa stiegen an. Kursgewinne gab es auch für die US-Treasuries. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatspapiere fiel um drei Basispunkte auf 2,92 Prozent. "Es herrscht Angst, dass Griechenland zahlungsunfähig wird", sagte Hiroki Shimazu, Ökonom bei SMBC Nikko Securities in Tokio, "der Markt ist entsprechend vorsichtig und das führt zu einer Flucht in die Qualität". Bei den zehnjährigen Griechenland-Anleihen stieg die Rendite um 22 Basispunkte auf 17,16 Prozent. Die Rendite der portugiesischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren legte um 13 Basispunkte zu auf 10,92 Prozent.
Der deutsche Leitindex
DAX gab in den ersten Handelsminuten um mehr als ein Prozent nach, auch der britische
FTSE 100 und der französische CAC40 sanken. Der
Stoxx 600 begann die Woche ebenfalls im Minus und steuert auf die achte Woche in Folge mit Verlusten zu.
Zuvor hatten die asiatischen Aktienmärkte schwach tendiert und auch die US-Futures zeigten nach unten. Die Unsicherheit und Risikoaversion lastet auch auf den Rohstoffmärkten. Die Notierungen für Metalle gaben auf breiter Front nach, der Peis für Rohöl der Sorte
WTI fiel auf ein Vier-Monats-Tief,
Gold präsentiert sich angesichts der Krisenstimmung robust.
In Asien wachsen zudem die Sorgen um ein Stottern der chinesischen Konjunkturlokomotive. Analysten erwarten auf absehbare Zeit eine Zinserhöhung im Reich der Mitte, Credit Suisse erwartet ein Abschwächen der Konjunktur. Die chinesischen Leitindizes in Hongkong und Shanghai fielen infolge der Gemengelage auf ein Neun-Monatstief. Neben den sich wieder eintrübenden Aussichten für die Weltwirtschaft, sind die Markteilnehmer gespannt auf die Zinssitzung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve am Mittwoch.