Die schwache Bilanz von IBM sowie enttäuschende US-Daten verstärkten Händlern zufolge die Sorgen, dass die Konjunktur abflaut. Der Index für das Verbrauchervertrauen im April von der Universität von Michigan hatte die Erwartungen deutlich verfehlt. Die Anleger werden nun zunehmend nervös, weil sie weitere unangenehme Überraschungen in der US-Bilanzsaison befürchten.
Der technologielastige Nasdaq Composite gab zwei Prozent nach, der Standarwerte-Index Dow Jones sank um 1,9 Prozent, und der breite S&P 500 schloss 1,7 Prozent schwächer. Die Kurse fielen auf den tiefsten Stand seit mehr als fünf Monaten. Mittlerweile haben die Aktienmärkte damit ihre gesamten seit der Präsidentenwahl im November verzeichneten Gewinne wieder abgegeben.
IBM-Aktien Schlusslicht im Dow Jones
Für schlechte Stimmung bei Technologiewerten sorgte das Ergebnis von IBM, dessen Titel um mehr als acht Prozent abrutschten und das Schlusslicht im Dow Jones bildeten. Der weltgrößte Computerhersteller hatte am Donnerstagabend überraschend seine Zahlen für das erste Quartal 2005 vorgelegt und die Erwartungen deutlich verfehlt. In Europa will das Unternehmen offenbar noch mehr Stellen streichen als bisher bekannt.
Auch der Computerhersteller Sun Microsystems erfüllte trotz eines niedrigeren Verlustes im dritten Quartal die Prognosen nicht. Die Aktien verbilligten sich um sieben Prozent. Apple gaben rund fünf Prozent ab, Hewlett-Packard fielen um 4,2 Prozent, und Microsoft büßten 1,6 Prozent ein.
Gute Nachrichten von Eli Lilly treiben Pharmawerte an
Auch General Motors setzten mit Minus vier Prozent die Talfahrt fort. Erleichterung brachten hingegen die Zahlen von General Electric und Citigroup. Der global dominierende Mischkonzern GE steigerte Gewinn und Umatz im ersten Quartal. Das gefiel den Anlegern. Die Titel zogen um 0,7 Prozent an, hatten aber zeitweise deutlicher im Plus gelegen. Citigroup verbesserte das Quartalsergebnis ebenfalls. Die Aktien stiegen um 0,8 Prozent.
Ein Lichtblick waren Papiere von Pharmaunternehmen, allen voran Eli Lilly. Die Titel stiegen um gut fünf Prozent. Die Aktien reagierten auf ein Gerichtsentscheidung, die ein wichtiges Patent für ein Medikament von Eli Lilly für gültig erklärt wurde. Im Sog von eli Lilly zogen Pfizer um ein Prozent an, Merck verbesserten sich um 0,1 Prozent und Johnson & Johnson um 0,2 Prozent.
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