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Merken   Drucken   16.12.2009, 22:24 Schriftgröße: AAA

US-Börsenschluss: Fed-Entscheidung lässt Wall Street kalt  

Die US-Notenbank lässt ihren Leitzins auf einem historischem Tiefstand - die Börsen beflügelte das allerdings keineswegs. Vor der Entscheidung hatten Konjunkturdaten noch für gute Stimmung gesorgt.
Die US-Börsen haben nach dem Festhalten der Notenbank Federal Reserve an der Nullzinspolitik uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index  der Standardwerte wurde 0,1 % tiefer bei 10.441 Punkten errechnet. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 10.427 und 10.509 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500  legte dagegen 0,1 % auf 1109 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq  kletterte 0,3 % auf 2206 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax  mit 1,6 % im Plus bei 5903 Punkten auf einem neuen Jahreshoch.
Der Dow Jones drehte ins Minus, nachdem die Notenbank am Mittwoch bekanntgegeben hatte, "für eine längere Zeit" den Schlüsselzins in einem Korridor von null bis 0,25 % zu halten. Der Notenbank zufolge befindet sich die US-Wirtschaft nach ihrer schweren Rezession wieder leicht im Aufwind. Auch die Talfahrt am Arbeitsmarkt verlangsame sich. Händler sagten, die Fed-Entscheidung sei am Markt schon eingepreist gewesen; darüber hinaus habe es aber wenig Neues über die weitere Konjunkturentwicklung gegeben.
Neben der Entscheidung der US-Notenbank standen am Mittwoch vor allem Konjunkturdaten und Bankentitel im Fokus der Anleger und hatten lange Zeit für gute Stimmung gesorgt. So sind die US-Verbraucherpreise im November nach Angaben des Arbeitsministeriums im Vergleich zum Vormonat um 0,4 % gestiegen.
Dies dämpfte die Inflationssorgen, die am Dienstag wegen höherer Erzeugerpreise noch auf den Kursen gelastet hatten. Zudem verbesserte sich im November die Lage am Immobilienmarkt. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime stieg nach Angaben des Handelsministeriums um 6 %; aufs Jahr hochgerechnet lag die Zahl der genehmigten Anträge mit 584.000 so hoch wie seit November 2008 nicht mehr. Die Zahl ist ein Barometer für den zukünftigen Häuserbau und lag höher als von Volkswirten mit 570.000 erwartet.
Auf Unternehmensseite standen Banken im Blickpunkt. Kreisen zufolge zeichnet sich eine längere Schonfrist bei den schärferen Eigenkapitalforderungen für die Institute ab. So gewannen etwa Goldman Sachs -Titel 1,4 %. Die Papiere von JP Morgan  legten 1,2 % zu.
Dagegen büßten die Aktien von Intel  2,1 % ein. Die Kartellbehörde FTC wirft dem weltgrößten Chiphersteller Verstöße gegen die Wettbewerbsregeln vor und reichte eine Klage gegen Intel ein. Die Titel des Rivalen AMD  kletterten daraufhin deutlich und gingen 3,7 % höher aus dem Handel.

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    © 2009 Financial Times Deutschland,
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