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Merken   Drucken   23.05.2008, 15:39 Schriftgröße: AAA

US-Häusermarkt: Kein Ende der Krise in Sicht  

Zahlungsausfälle nehmen zu, die Immobilienpreise sind rückläufig und Baumarktketten geben düstere Prognosen: Die Situation auf dem amerikanischen Immobilienmarkt bleibt angespannt. Darüber können auch nicht die Zahlen der Hauswiederkäufe hinwegtäuschen, die heute besser ausfielen als erwartet. von Tobias Bayer (Frankfurt), Sebastian Bräuer, Michael Gassmann (New York) und Mark Schrörs (Berlin)
Die Zahl der wiederverkauften Häuser im April ging um 1,0 Prozent auf annualisiert 4,89 Millionen zurück. Das ist etwas besser als erwartet. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Minus von 1,6 Prozent gerechnet. Der Hintergrund: Aufgrund steigender Zahlungsausfälle haben die Banken die Kreditauflagen verschärft, was den Immobilienkauf erschwert. Zudem halten sich potenzielle Käufer zurück, weil sie mit weiteren Preisrückgängen rechnen. Veröffentlicht werden die Daten um 16.00 Uhr MESZ.
Den Daten des Maklerverbandes stehen eine Reihe schlechter Immobilienstatistiken gegenüber. Das Office of Federal Housing Enterprise Oversight (Ofheo), das für die Aufsicht der beiden quasi-staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac zuständig ist, vermeldete am Mittwoch einen Rückgang der Hauspreise um 1,7 Prozent. Das ist das höchste Minus, seitdem die Behörde diesen Index berechnet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode haben die Hauspreise damit um 3,1 Prozent nachgegeben.
"Dieser Preisrückgang könnte die Erosion der Eigenkapitalquoten bei Immobilienfinanzierungen beschleunigen und dem Gesamtmarkt noch größere Schwierigkeiten bereiten", sagte Ofheo-Chef James Lockhart. Besonders hart betroffen sind Kalifornien und Nevada, wo die Preise um mehr als acht Prozent einbrachen.

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  • FTD.de, 23.05.2008
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