"Aus Sicht der Zentralbanken ist es sinnvoll, Gold zu kaufen", sagte Peter Morici, Wirtschaftsprofessor an der Universität Maryland in College Park und früherer Berater der US-Regierung. "Der Dollar ist keine sichere Reservewährung mehr. US-Staatsanleihen taugen nicht mehr als solides Investment." Haushalts- und Schuldenprobleme seien für Zentralbanken ein gutes Argument, auf Gold zu setzen.
Das Edelmetall hat seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar um knapp sieben Prozent zugelegt. In den letzten zehn Jahren ist der Preis stets gestiegen. Nach Angaben des World Gold Councils hielten im April Regierungen und offizielle Institutionen wie der Internationale Währungsfonds 30.523 Tonnen Gold.
Nach Angaben der Banco de Mexico sind die Käufe Teil der normalen Investmentaktivität der Zentralbank. Das Gold entspreche vier Prozent der internationalen Reserven des Landes. Davor betrug der Anteil des Metalls an den mexikanischen Reserven lediglich 0,2 Prozent.
"Diese Käufe sind Teil der regulären Politik dieser Institution in Bezug auf Investitionen und Diversifikation", heißt es in dem Statement. Nach Daten der Zentralbank sind die mexikanischen Reserven in diesem Jahr um elf Prozent auf 125,8 Mrd. Dollar gestiegen.
"Mexikos Goldkäufe bestätigen den Trend in Schwellenländern, die Währungsreserven zu diversifizieren", sagte Bayram Dincer, Analyst bei LGT Capital Management in Pfäffikon in der Schweiz. Gegen den Trend verringerte lediglich Kasachstan seinen Goldbestand im März um 1,5 Tonnen auf 67,3 Tonnen. Das geht aus IWF-Daten hervor.