Die CFTC unter ihrem Chef Gary Gensler hat die Untersuchung offenbar intensiviert
Damit setzt der Kommissar die Behörde verstärkt unter Zugzwang. Die CFTC geht seit mehr als zwei Jahren dem Verdacht von Manipulationen im Handel mit Silber nach. Sie steht unter Beschuss, nachdem frühere Untersuchungen keine Ergebnisse brachten. Kritiker werfen ihr vor, die Rohstoffmärkte lange Zeit nicht aggressiv genug überwacht zu haben. Der Zeitpunkt für ein schärferes Vorgehen scheint günstig: Nach der Reform der Finanzmarktregulierung hat die Aufsicht nicht nur neue Kompetenzen bekommen, die Last der Beweisführung wurde auch verringert. Unter ihrem neuen Chef
Gary Gensler hat die CFTC ohnehin einen härteren Kurs eingeschlagen.
Der
Preis für das Edelmetall hat eine wilde Achterbahnfahrt hinter sich. In diesem Jahr hat er mehr als 40 Prozent zugelegt, angetrieben von der Verunsicherung vieler Anleger und dem schwachen Dollar. Mitte Oktober kostete Silber zeitweise 24,95 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und damit so viel wie seit 30 Jahren nicht. Am Mittwoch lag der Preis bei 23,60 Dollar.
Im Zuge der Rally hat das Edelmetall den höchsten Stand erreicht, seit es im Zentrum eines der größten Skandale an den Rohstoffmärkte stand. Ende der 1970er-Jahre versuchten die Gebrüder Hunt, den Silbermarkt zu "cornern". Sie kauften große Mengen physisches Silber, um den Markt zu verknappen und an der Börse die Preise zu treiben. Diese Attacke führte dazu, dass sich Silber von 2 auf 50 Dollar verteuerte.