Der Handel mit Verschmutzunsgrechten soll den Treibhausgas-Ausstoß begrenzen
Die EU-Kommission hatte zunächst eine Sperrung der Register bis Mittwochabend verfügt. Die Wiedereröffnung werde voraussichtlich Land für Land erfolgen, sobald die nationalen Behörden Auskunft über ihre Sicherheitsvorkehrungen gegeben und diese wo nötig verbessert hätten, hieß es in der vergangenen Woche.
Am Donnerstag blieben aber alle Register geschlossen, obwohl beispielsweise die Deutsche Emissionshandelsstelle die Zugangsbedingungen für ihr System erst kürzlich verschärft hatte. Man habe die von der Kommission geforderten Tests durchlaufen und warte nun auf grünes Licht aus Brüssel, hieß es von der Emissionshandelsstelle.
Die EU-Kommission konnte nicht sagen, wann die ersten Handelsregister wieder eröffnet werden können. Dies werde in jedem Fall 24 Stunden vorab angekündigt, sagte eine Sprecherin. Die Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen laufe noch.
Rückschlag für Klimaschützer
Obwohl der Handel auf den Derivatemärkten weiter läuft, ist die Teilblockade ein harter Schlag für die Klimaschutzpolitik. Das Emissionshandelssystem ist das wichtigste Vorzeigeprojekt der Europäer. Es soll beweisen, dass Umweltschutz mit marktwirtschaftlichen Instrumenten vorangetrieben werden kann. Doch das 2005 eingeführte System wird immer wieder von Skandalen erschüttert. Erst Ende 2009 war ein milliardenschwerer Umsatzsteuerbetrug mit Emissionszertifikaten aufgedeckt worden.