Weltwirtschaft
Die Nadelöhre des Öltransports
Für den Rekord in Euro ist aber auch die Schwäche der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback verantwortlich. Als 2008 der Ölpreis in Dollar sein Rekordhoch markierte, war die EU durch einen sehr festen Euro vor zu starkem Anstieg geschützt. Das sei vorbei, sagte etwa Rohstoffanalyst Harry Tchilinguirian von BNP Paribas.
Angesichts der hohen Preise nehmen die Sorgen zu, dass darunter die ohnehin schon fragile Konjunkturerholung leiden könnte. "Das wird die Firmenmargen belasten, und die Unternehmen werden nicht in der Lage sein, das an die Konsumenten weiterzugeben", sagte Analyst David Morrison von GFT Markets der Nachrichtenagentur Reuters.
Mittelfristig geben Analysten trotz des nun erreichten Niveaus keine Entwarnung. Die Analysten von JP Morgan erhöhten kürzlich ihren Zielpreis für Öl der US-Sorte WTI auf 120 Dollar. Derzeit kostet ein Faß
WTI noch 106 Dollar. Auch Goldman Sachs geht von weiter steigenden Tarifen aus.