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Merken   Drucken   24.08.2011, 13:19 Schriftgröße: AAA

Höhenflug: Zentralbanken kleben trotz Schulden an ihrem Gold

Niemand auf der Welt besitzt so viel Gold wie die Zentralbanken. Und nach Ansicht von Experten wird sich daran auf absehbare Zeit nichts ändern. Denn statt angesichts des hohen Preises zu verkaufen, machen sie das Gegenteil und stocken ihre Bestände auf.
© Bild: 2011 reuters
Niemand auf der Welt besitzt so viel Gold wie die Zentralbanken. Und nach Ansicht von Experten wird sich daran auf absehbare Zeit nichts ändern. Denn statt angesichts des hohen Preises zu verkaufen, machen sie das Gegenteil und stocken ihre Bestände auf. von Frank Bremser 
Nach Ansicht von Analysten werden die Zentralbanken ihre Goldreserven trotz des hohen Preises nicht verkaufen und ihre Bestände teilweise auch aufstocken. "Ist das Gold einmal verkauft, dann war es das. Ein Rückkauf wäre mit besonders hohen Kosten verbunden", sagte der leitende Analyst für Metalle bei Morgan Stanley Australia, Peter Richardson, und fügte hinzu: "Verkaufen kann man nur einmal". Es sei für die Notenbanken attraktiver, ein im Preis steigendes Produkt in den Tresoren zu halten, als mittels eines Verkaufs Schulden abzubauen.
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Der Goldpreis  hatte am vergangenen Donnerstag bei 1913,50 Dollar je Feinunze (31,1 g) am Spotmarkt die höchsten jemals gemessenen Notierungen erreicht. Die wachsende Verschuldung der Staaten bei zugleich abwertenden Devisennotierungen machen Gold als Alternative und sichere Anlageform zunehmend gefragt. Kurz danach gab die Notierung jedoch um fast 90 Dollar nach und legte mit einem Minus von 3,7 Prozent den schwächsten Tag seit 18 Monaten hin.
Als Grund führten Analysten Gewinnmitnahmen und damit verbunden Abflüsse aus dem weltweit größten Gold-ETF, SPDR Gold Trust, an. Insgesamt verzeichnen Gold-ETF weltweit derzeit jedoch Rekordzuflüsse. Ein weiterer Grund ist, dass die Goldbörse Schanghai eine Erhöhung der Sicherheitshinterlegung bekannt gegeben hat, die amerikanische Goldfuture-Börse COMEX könnte nachziehen. Am Mittwoch stieg der Preis dann auch wieder deutlich an. Experten sprechen von den Nachwirkungen der Herabstufung Japans durch Moody's sowie eine steigende Zahl an Käufern, die den Preisrücksetzer zum Einstieg nutzten.
Ergiebige Minen Wo Goldschürfer fündig werden
Und zu den Käufern gehören zuletzt auch die Zentralbanken. Diese sind die größten Goldbesitzer der Welt, allen voran die US-Notenbank und die deutsche Bundesbank. Erstmal seit zwei Jahrzehnten ist nun seit 2010 in manchen Fällen bei einigen Notenbanken eine Aufstockung der Goldreserven zu beobachten. Im Jahre 2010 traten die ersten Zentralbanken erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder als Käufer von Gold auf, als Notenbanken wie jene von Mauritius und Bolivien und andere 87 Tonnen zukauften. Das geht aus Daten des World Gold Council hervor.

"Investmentrisiken reduzieren"

  • FTD.de, 24.08.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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