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Merken   Drucken   24.02.2011, 14:59 Schriftgröße: AAA

Prekärer Energieträger: Jetzt aber ganz schnell weg vom Öl

Kommentar Seit den 70er-Jahren ist klar, dass nach alternativen Energiequellen gesucht werden muss. Passiert ist dennoch nicht viel. Die Krise in Nordafrika zeigt umso mehr, wie dringend der Westen seine Energiewirtschaft umbauen muss. von Michael Gassmann 
Deutschland, ja die westliche Welt muss weg vom Öl. Diese These ist Allgemeingut seit den Ölpreiskrisen der 70er-Jahre. Beim Partygespräch wie auf Wirtschaftsgipfeln wird man kaum jemanden finden, der ihr widerspricht, abgesehen vielleicht von ein paar Ölindustriellen und Tankstellenpächtern.
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Die Unruhen in Nordafrika rücken derzeit wieder einmal die ungute Abhängigkeit von Energieimporten massiv ins Bewusstsein. Bei früheren Krisen wie den Golfkriegen war es ähnlich. Doch geändert hat sich wenig. Immer noch ist Öl der wichtigste Treibstoff der Weltwirtschaft.
Deshalb wächst die Unruhe darüber, dass die Schockwellen der libyschen Revolution die Ölpreise rasch hochtreiben. Die europäische Standardsorte Brent erreichte am Dienstag mit 108 Dollar das höchste Preisniveau seit zweieinhalb Jahren. Prognosen, wonach die Marke von 110 Dollar in den nächsten Wochen überschritten werden könnte, haben sich überholt, kaum dass sie gedruckt waren.
Beunruhigende Meldungen heizten am Dienstag die Notierungen fast stündlich weiter an. Hinter dem Höhenflug steht die Angst vor einer Verknappung des Rohstoffs in Zeiten wachsender Nachfrage.
Dabei scheinen die Fakten zunächst beruhigend, schaut man auf Libyen und seine Bedeutung als Energielieferant für Deutschland. Der Wüstenstaat erweist sich als wichtig, aber nicht dominant. Im vergangenen Jahr lieferte er knapp acht Prozent des in Deutschland verfeuerten Öls. Kasachstan verdrängte ihn auf Platz fünf der wichtigsten Lieferländer. Mehr als die Hälfte der Mineralöl- und Gasimporte stammen aus Russland, Großbritannien und Norwegen.
Selbst ein Totalausfall Libyens würde wohl keine Engpässe auslösen, denn der Weltmarktanteil des Wüstenstaats liegt unter zwei Prozent. Zudem bemüht sich die Organisation der Ölexporteure Opec um Beruhigung. "Die Politik der Opec ist klar: Wenn es zu Versorgungslücken kommt, werden wir sie schließen", versicherte ein Vertreter der Organisation.

Teil 2: "Der wirkliche Schlüssel ist das Ansteckungsrisiko"

  • FTD.de, 24.02.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 24.02.2011 22:02:53 Uhr   Daimon: Atomenergie deckt nur 1% des weltweiten Enrgi...

    Jeder Esser mehr bedeutet auch en mehr an Energieverbrauch und das ganz ohne Luxus.
    E10 Sprit ist deshalb auch total Hirnrissig 10 Kalorien investieren um 1 zu produzieren kann nicht funktionieren.

  • 24.02.2011 20:07:26 Uhr   Zit. Engdahl: Es gibt auch andere Meinungen
  • 24.02.2011 19:46:00 Uhr   roderick: Förderhöhepunkt
  • 24.02.2011 19:38:43 Uhr   Alexander Illi: Ausweitung der Atomenergie
  • 24.02.2011 19:35:53 Uhr   uwek: Wirtschaftlichkeit
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