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21.02.2012, 18:26
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Regulierung:
Shell und BP wollen nicht sein wie Goldman Sachs
In wenigen Tagen entscheidet die amerikanische Finanzaufsicht über Details zur Regulierung des Rohstoffhandels. Für einige Rohstoffkonzerne geht es dabei darum, ob sie künftig genauso behandelt werden wie eine Bank.
Rohstoffkonzerne wie
BP oder
Shell wehren sich gegen die neue Rohstoffmarktregulierung in den USA. Es geht dabei vor allem um die Frage, wie sie von der Aufsicht eingestuft werden. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) will am 23. Februar entscheiden, wie man einen "major swap participant", also einen großen Marktteilnehmer, von einem "swap dealer", also einem Händler, unterscheidet. Was wie Wortklauberei klingt, ist eine wichtige Frage: Es geht um Regulierung und viel Geld.
Die neuen Regeln nach dem Dodd-Frank-Act fordern generell, dass alle großen Marktteilnehmer an regulierten Börsen handeln und Clearinghäuser nutzen. Als Swap Dealer eingestufte Händler müssen zudem ein sehr viel höhere Rückstellungen für den Handel vorweisen und sich einer stärkeren Regulierung unterwerfen. Deshalb kann eine solche Einstufung teuer werden.
Könnte bald behandelt werden wie ein Bank: Der Mineralölkonzern Shell
Die Financial Times (FT) berichtet, dass in dieses Kategorie Unternehmen fallen, die mehr als 2 Mrd. Dollar an Kontrakten pro Jahr bewegen. Vor dem FT-Bericht hatte die CFTC verbreitet, sie rechne damit, dass sich künftig gut 40 Nicht-Banken als Swap-Dealer registrieren lassen müssen, wenn sie weiter handeln wollen. Endnutzer seien eigentlich von der Regel ausgenommen. Dennoch könnten große Produzenten betroffen sein.
Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bezifferte BP zum Jahresende 2010 den Wert seiner Rohstoff-Derivatepositionen auf 7,2 Mrd. Dollar, ein Fünftel der Summe, die
Goldman Sachs angibt. Industrievertretern zufolge ist BP jedoch der größte Erdgas-Termin-Händler am amerikanischen Markt.
Unternehmen wie BP, der US-Konzern Koch oder der Schweizer Rohstoffhändler Vitol haben zudem in den vergangenen zehn Jahren genauso wie Banken an den Rohstoffmärkten gehandelt. Vor allem aber haben sie ihre Dienste auch anderen Konzernen wie Fluglinien oder Industrieunternehmen angeboten. Chris Thorpe, verantwortlich für Energie-Derivate bei dem Händler INTL FC Stone, sagte Reuters: "Bei den größeren Kunden, um die wir uns bemühen, ist in 25 bis 50 Prozent der Fälle bei der Ausschreibung eines dieser Unternehmen dabei."
Teil 2: Fast 400 Mio. Dollar Kosten
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FTD.de, 21.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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