Den Handel mit kurzfristigen Terminkontrakten, die sich auf den Folgemonat beziehen, will die CFTC auf 25 Prozent der lieferbaren Menge begrenzen. Bei allen längerfristigen Geschäften hängt die Grenze von der Gesamtmenge der gehandelten Kontrakte ab. Schließt ein Marktteilnehmer maximal 25.000 Terminkontrakte ab, so dürfen diese einen Anteil von zehn Prozent sämtlicher offenen Handelspositionen zu dem jeweiligen Rohstoff erreichen. Folgen weitere Geschäfte, so dürfen diese noch maximal 2,5 Prozent der offenen Positionen ausmachen.
Unklar ist bislang allerdings noch, wie die Gesamtzahl offener Handelspositionen bestimmt werden soll. Derivate werden zu einem Großteil außerbörslich gehandelt. "Wir können keine Positionslimits durchsetzen, ohne die gesamte Größe des Marktes zu kennen", warnte am Donnerstag Scott O'Malia, eines von fünf Mitgliedern der Regulierungskommission. Um die Regeln für die längerfristigen Kontrakte durchzusetzen, müsse seine Behörde noch mehr Informationen über den außerbörslichen Derivate-Handel sammeln, räumte CFTC-Chef Gensler bereits am Mittwoch ein. An den meisten Börsen gibt es bereits Positionslimits.
Die Marktteilnehmer haben nun 60 Tage Zeit, zu den Plänen Stellung zu nehmen. Die CFTC verdoppelte damit die übliche Frist. Laut der im Sommer verabschiedeten US-Finanzreform sollten die Handelsgrenzen für Energierohstoffe und Metalle eigentlich schon Mitte Januar verbindlich eingeführt werden. Dieser Termin sei nicht mehr zu halten, sagte Gensler: "Ich hoffe, dass wir in den nächsten Monaten zumindest die Regeln für die kurzfristigen Kontrakte abschließen können."