Blick in die Chicago Mercantile Exchange
"Der Beschleuniger für die Bewegung des Silberpreises dürften die Hinterlegungspflichten sein, sie vertreiben die rein kurzfristig orientierten Spekulanten, die ein heißes Spiel spielten", sagte Analyst Joe Cusick vom Online-Broker optionsXpress in Chicago. Die Comex-Mutter CME erhöhte mit Wirkung von Donnerstag die Sicherheitsleistung auf 14.000 von 12.000 Dollar je Terminkontrakt im Volumen von 5000 Feinunzen. Am Montag soll die Anforderung auf 16.000 Dollar steigen. Mit den insgesamt fünf Schritten dieser Art innerhalb weniger Tage hat die CME damit die Margin im Handel mit Silberterminkontrakten um 84 Prozent angehoben.
Der Rückzug von Investoren aus dem Silbermarkt zeigte sich auch am deutlichen Rückgang der Bestände von physisch hinterlegten, börsennotierten Fonds (ETFs). Die Bestände des weltgrößten Silber-ETFs, des iShares Silver Trust, fielen im Vergleich zum Vortag um fast fünf Prozent.
Im Sog des Kursrutsches bei Silber verbilligte sich
Gold um 0,6 Prozent auf 1507,04 Dollar je Feinunze. Zu Wochenbeginn hatte die Notierung noch ein Rekordhoch von 1575,79 Dollar erreicht. Dem Goldpreis half auch nicht die Meldung, dass Mexiko seit Jahresbeginn seine Goldbestände um 100 Tonnen vergrößert hat. 100 Tonnen entsprechen nach heutigen Preisen rund 4,6 Mrd. Dollar.