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Merken   Drucken   12.10.2009, 21:15 Schriftgröße: AAA

Rohstoffe: Ende der Geldverschwendung  

Die Märkte der Golfstaaten leiden unter dem Verfall des Ölpreises und der Kapitalflucht ausländischer Investoren. Die Vereinigten Arabischen Emirate stemmen sich deshalb mit bisher nicht gekanntem Finanzaufwand gegen die Abhängigkeit vom Öl. von Franz von den Driesch
Die Aktienmärkte im Nahen Osten weisen nur eine geringe Korrelation zu den Börsen der westlichen Industrienationen auf. Das Argument hatte die Finanzbranche oft angeführt, um Anlegern die vergleichsweise exotische Region schmackhaft zu machen. Diejenigen, die dem Lockruf widerstanden, können sich glücklich schätzen. Im vergangenen Jahr brach der Index MSCI GCC, der die 20 größten börsennotierten Unternehmen aus fünf Ländern des Gulf Cooperation Council (GCC) umfasst, mit 57 Prozent stärker ein als der Dax (minus 40 Prozent) oder der S&P 500  (minus 38 Prozent). Die Märkte litten unter dem Ölpreisverfall und unter der Kapitalflucht ausländischer Investoren.
Mit wachsender Zuversicht, dass die Wirtschaftskrise schneller überstanden sein könnte als zunächst gedacht, kehren die Anleger wieder zurück. Allein seit April haben internationale Investoren rund 545 Mio. $ in die Märkte der Arabischen Emirate gepumpt. Der Ölpreis hat seit Jahresbeginn ebenfalls ordentlich Boden gutgemacht. Die Folge: Seit Anfang 2009 kletterte der MSCI Index der GCC-Staaten um rund 30 Prozent. Zur Gruppe der GCC-Länder gehören die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait, Bahrain, Katar und Oman.
"Sollte die globale Investitionsbereitschaft anhalten, könnten die Märkte im Nahen Osten in den kommenden Monaten überproportional profitieren", meint der Chef der Vermögensverwaltung Meridio, Uwe Zimmer, der im Frühjahr 2007 den ersten reinrassigen Arabien-Fonds auf den Markt gebracht hat. Schon die Unternehmensergebnisse für das zweite Quartal stimmen zuversichtlich. 12 der 20 größten Unternehmen im MSCI-Arabian-Index übertrafen in dem Zeitraum die Analystenerwartungen.

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