Angebot an Partner Ericsson:Sony will SonyEricsson für sich allein
Zehn Jahre nach Gründung des Joint Ventures stehen die Japaner Medienberichten zufolge kurz davor, ihren schwedischen Mobilfunkpartner herauszukaufen. In der Vergangenheit schrieb Sony Ericsson häufig Verluste.
Sony will sich Kreisen zufolge die Handymarke Sony Ericsson ganz einverleiben. Sony verhandele mit seinem schwedischen Partner über eine Übernahme der Ericsson-Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen, sagte eine mit der Strategie vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.
Sony will Handys in Zukunft alleine produzieren
In Tokio geriet die Sony-Aktie unter Druck: Gegen den Markttrend verbilligten sich die Papiere um rund 3,6 Prozent. Zuvor hatte bereits das "Wall Street Journal" über Gespräche berichtet. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme dazu ab. Sony rivalisiert auf dem Wachstumsmarkt für Mobilgeräte mit Apple und Samsung.
Dabei macht den Japanern nicht zuletzt zu schaffen, dass sie ihre Produktpalette unter verschiedenen Namen anbieten: Während beispielsweise Tablet-Computer unter der Sony-Marke laufen, stehen die Smartphones mit dem Logo SonyEricsson in den Regalen. Bei der Berliner Funkausstellung wurden die SonyEricsson-Handys im September in der Sony-Halle zusammen mit Fernsehern und neuen Tablet-Computern des japanischen Konzerns präsentiert.
Sony und Ericsson verhandeln Kreisen zufolge bereits seit Wochen über die Zukunft ihres Gemeinschaftsunternehmens. Noch in diesem Monat müssten sie entscheiden, ob sie ihre seit zehn Jahren bestehende Allianz fortsetzten wollen. Beide halten je die Hälfte an dem Joint Venture. Ein Deal könnte sich Analysten zufolge auf rund 1,3 Mrd. Dollar summieren. Entscheidend sei, welche Vereinbarung über die weitere Nutzung der Ericsson-Mobilfunkpatente getroffen werde.
Ein Ericsson-Sprecher sagte, die Schweden hätten langfristige Vereinbarungen für ihre Gemeinschaftsunternehmen. Sony teilte mit, die Gespräche seien nicht vom Unternehmen selbst kommuniziert worden. Eine Stellungnahme gebe es dazu nicht.
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