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27.10.2011, 12:45
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Fehlende Synergien:
Sony kauft Ericsson aus Joint Venture heraus
Der japanische Elektronikkonzern will künftig alleine die Strategie im Mobilfunkgeschäft bestimmen und übernimmt Ericssons Anteil am Gemeinschaftsunternehmen. Für beide Konzerne eine logische Entwicklung.
Das Mobilfunkbündnis zwischen
Sony und
Ericsson geht nach zehn Jahren zu Ende. Der japanische Elektronikkonzern will künftig allein die Strategie im Rennen um den umkämpften Smartphonemarkt gegen Rivalen wie das iPhone von
Apple bestimmen. Sony werde den 50-prozentigen Ericsson-Anteil für 1,05 Mrd. Euro in bar vollständig übernehmen, teilten beide Firmen am Donnerstag mit.
Über ein mögliches Aus der Partnerschaft war seit längerem spekuliert worden. Sony Ericsson wird in die Sony-Sparte für internetbasierte Verbraucherelektronik integriert. Mit dem Schwenk zu Smartphones unter dem
Google -Betriebssystem Android machte das asiatisch-skandinavische Bündnis zuletzt zwar wieder Boden gut. Seine Zukunft galt aber als ungewiss. Ericsson-Aktien legten in Reaktion auf die Trennung im frühen Handel 4,2 Prozent zu.
Konkurrenz für Apples Erfolgsmodell
Das sind die iPhone-Jäger
Im Konkurrenzkampf mit
Nokia , Apple und
Samsung hatte Sony nicht zuletzt der Markenmix seiner Produktpalette zu schaffen gemacht. So bietet Sony Tablet-Computer unter der eigenen Marke an, während die davon gar nicht mehr so weit entfernten Smartphones unter dem Logo "Sony Ericsson" in den Regalen stehen.
"Wir können den Kunden nun schneller und umfangreicher Smartphones, Laptops, Tablet-Computer und Fernseher anbieten, die nahtlos miteinander verbunden werden können und neue Welten in der Onlineunterhaltung eröffnen", sagte Sony-Chef Howard Stringer. "Damit ist unsere Strategie der vier Schirme jetzt komplett." Sony habe eine "enorme Erfahrung bei Verbraucherelektronik". Stringer wollte keine konkreten Ziele über angepeilte Marktanteile nennen.
Derzeit hält Sony Ericsson eigenen Angaben zufolge rund zwölf Prozent des Marktes der Mobiltelefone, die unter dem Google-System laufen. Doch ein Siegeszug auf dem Wachstumsmarkt Smartphones gilt nicht nur wegen der Popularität des iPhone als schwierig. Auch andere Branchengrößen wie Samsung oder
HTC wollen sich ein größeres Stück des lukrativen Segments sichern. "Der Markt für Smartphones explodiert weltweit", sagte Stringer, "allein in den USA gibt es schon mehr Smartphones als Menschen".
"Dieses Geschäft ist sowohl für Sony als auch für Ericsson sinnvoll, und die Auswirkungen werden sich auch beim Kunden bemerkbar machen, der zu jeder Zeit und an jedem Ort Zugriff auf digitale Inhalte haben möchte", sagte Stringer. Bis 2012 soll das Geschäft, das auch eine Übertragung umfassender Patentrechte an Sony vorsieht, den Angaben zufolge abgeschlossen sein. Die Vereinbarung muss allerdings noch von den Regulierungsbehörden genehmigt werden.
Teil 2: Logischer Schritt für Ericsson
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FTD.de, 27.10.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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