Der Anzeigen-Kanal iAd kommt nicht richtig in Fahrt. Nun soll Todd Teresi die Wende schaffen. Der kommt ausgerechnet von Adobe, dessen Software Flash Steve Jobs einst nicht haben wollte.
Apple hat laut US-Medienberichten einen Manager der Software-Firma Adobe für die Führung seines Werbedienstes iAd abgeworben. Todd Teresi habe seine neue Aufgabe als Vizepräsident bei Apple bereits angetreten, berichteten die Finanznachrichtenagentur Bloomberg und der Blog "All Things Digital" am Mittwoch.
Apple nutzt iAd als Anzeigen-Kanal für seine mobilen Geräte wie iPhone und iPad. Allerdings blieb das Interesse der Unternehmen daran laut Medienberichten bisher hinter den Erwartungen zurück, trotz Teilnahme einiger Schwergewichte wie Disney und der größte US-Telekomkonzern AT&T , Apples erster Vertriebspartner in den USA für das iPhone.
Das Abwerben bei Adobe ist zusätzlich pikant angesichts des angespannten Verhältnisses der beiden Unternehmen in den vergangenen Jahren. Apple-Gründer Steve Jobs hatte sich vehement dagegen gewehrt, Adobes Multimedia-Software Flash auf iPhone und iPad zu lassen - mit der Begründung, sie sei fehleranfällig und ressourcenhungrig. Adobe wies dies stets zurück.
In der Branche werden höhere Kosten als bei der Konkurrenz und die Beschränkung der Reichweite auf Apple-Geräte bemängelt. Der bisherige iAd-Chef Andy Miller hatte Apple vor einigen Monaten verlassen.
Flash nahm allerdings auch auf mobilen Geräten anderer Hersteller nicht so recht Fahrt auf. Vor einigen Wochen kündigte Adobe schließlich an, die Weiterentwicklung der mobilen Flash-Version einzustellen. Der kalifornische Softwarekonzern richtet sich künftig zudem vermehrt auf digitale Medien und digitale Marketingsoftware aus. Dazu soll stärker in diese Geschäftsfelder investiert werden.
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