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Merken   Drucken   31.10.2012, 14:35 Schriftgröße: AAA

Start von Windows 8: Microsoft punktet gegen Apple

Gelungener Start für Microsofts neues Betriebssystem Windows 8: Vier Millionen Nutzer sind dem Konzern zufolge seit dem Verkaufsstart schon auf die Software umgestiegen. Der langfristige Erfolg hängt davon ab, ob das Softwareunternehmen ein konkurrenzfähiges Angebot mit Apps aufbauen kann - weswegen es die Entwickler nun umgarnt.
von Annika Graf

Steve Ballmer will im nächsten Jahr 400 Millionen Geräte mit dem neuen Betriebssystem Windows 8 verkaufen. Ein Prozent davon hat er nach drei Tagen erreicht. Seit dem Verkaufsstart am Freitag seien 4 Millionen Nutzer auf die neue Software umgestiegen, sagte der Microsoft-Chef am Dienstagabend auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz Build in Redmond bei Seattle.

Tablets im Vergleich Das iPad und seine Konkurrenten

Ein Punktsieg für Microsoft gegen Apple. Dessen neues Mac-Betriebssystem Mountain Lion war im Sommer binnen vier Tagen nur 3 Millionen Mal heruntergeladen worden. Allerdings ist die Nutzergemeinde von Apples Mac-Computern auch deutlich kleiner. Und wie häufig Microsofts neues Tablet Surface bislang verkauft wurde, hat der Konzern noch nicht verraten.

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Auch wieviele Apps es im neuen Windows Store gibt, lässt Microsoft wohlweislich noch offen. Ballmer sprach in einem Interview vergangene Woche von 10.000 Apps. Schon vor dem Start hat Microsoft eine Menge Mühe in Entwickler-Wettbewerber und Apps-Schmieden gesteckt. In Berlin mietete der Softwarekonzern ein Loft, wo Entwickler im Sommer ihre Programme für Windows 8 schreiben konnten. Für seine Smartphone-Software Windows Phone brauchte Microsoft fast zwei Jahre, bis mehr als 120.000 Apps entwickelt wurden.

Deshalb ködert Microsoft die Entwickler mit besonderen Konditionen. Der für Beziehungen zu Entwicklern zuständige Microsoft Manager Tim O'Brien sagte in einer Telefonkonferenz, die Verdienstmöglichkeiten für Entwickler seien auf der Windows-8-Plattform größer denn je. Das Umsatzvolumen mit Apps im Windows-8-Store werde mehrere hundert Millionen Dollar erreichen, versprach O‘Brien. Microsoft beteiligt die Entwickler ab einem Umsatz von 25.000 Dollar mit 80 Prozent an den Einnahmen, Apple überlässt ihnen nur 70 Prozent.

Doch bislang fehlen wichtige Apps in Microsofts Bauchladen. Facebook hat zwar seine App für Windows Phone 8 aktualisiert, die Tablet- und Computersoftware lässt das Onlinenetzwerk aber bislang aus. Bislang können Facebook-Nachrichten nur in den Startbildschirm von Windows 8 integriert werden. Auch eine Twitter App fehlt bislang auf Windows 8. Der Nachrichtendienst habe aber, genau wie SAP und der Speicherdienst Dropbox, zugesagt, Programme für Windows 8 zu entwickeln, beteuerte Ballmer.

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