Eine Panne auf den Servern von Apple hat für kurze Zeit zum Absturz zahlreicher Anwendungen für iPhone, iPad und Mac geführt. Nach zahlreichen Beschwerden von Nutzern und Entwicklern teilte Apple am Donnerstag (Ortszeit) dem Technikblog "All Things D" mit, das Problem aufgrund der Kopierschutztechnik DRM sei inzwischen gelöst. Nur eine kleine Zahl von Nutzern sei laut Apple betroffen gewesen.
Zu dem plötzlichen Absturz kam es bei einzelnen, ganz unterschiedlichen Anwendungen. Die Programme wie die Musik-App Metronome oder die Vertriebsanwendung Checkout Helper ließen sich nach Berichten von Nutzern nach einem Update gar nicht erst starten. Der Entwickler der weit verbreiteten Notizbuchanwendung Instapaper, Marco Arment, stellte eine Liste mit mehr als 100 betroffenen Programmen auf.
Mehrere Softwareentwickler kritisierten, dass Apple auf Anfragen zu dem Problem nicht eingegangen sei und lediglich Standardantworten verschickt habe. Die Programmierer klagten nach einem Bericht des Technik-Blogs "Techcrunch", dass ihre Anwendungen wegen der Probleme schlechte Bewertungen erhielten, obwohl sie selbst nicht dafür verantwortlich seien.
Apple ist in der Branche wegen seiner rigiden Kommunikationspolitik umstritten. Als bei der Einführung des iPhone 4 einige Nutzer über abgebrochene Telefonate klagten, suchte der Konzern die Schuld zunächst bei den Kunden. In einer Stellungnahme hieß es, die Nutzer würden das Smartphone falsch halten. Die Affäre ging als "Antennagate" in die Konzerngeschichte ein.