Die Kaufzurückhaltung von Geschäftskunden und das langsamere Wachstum in Schwellenländer n setzen Intel immer stärker zu. Am Freitag senkte der US-Chipkonzern überraschend seine Umsatzprognose fürs laufende dritte Quartal. Der Weltmarktführer rechnet nur noch mit Erlösen von rund 13,2 Mrd. Dollar. Abweichungen von bis zu 300 Mio. Dollar sind möglich. Erst Mitte Juli hatte der Konzern die Umsatzprognose für das Gesamtjahr reduziert und dies mit der weltweit schwächelnden Konjunktur begründet. Nun zog Intel auch diese Änderung zurück.
Anleger zeigten sich verschreckt. Die Aktie brach zu Handelsbeginn an der Wall Street 3,9 Prozent ein. Im Sog gaben auch die Aktien von Wettbewerbern nach. AMD -Papiere fielen um 1,9 Prozent und ASML -Aktien büßten 2,0 Prozent in Amsterdam ein. Wie Intel leidet auch die Konkurrenz unter der globalen Wirtschaftsschwäche, dem Unwillen, alte Technik schnell zu ersetzen und der Abkehr von Personalcomputern hin zu Smartphones und Tablets. "Die Annahme bei Intel war nicht, ob sie die Umsatzwarnung aussprechen, sondern wie hoch sie ausfällt", sagte Analyst Cody Acree von Williams Financial Group. Die Senkung entspreche nun seinen Erwartungen.
Bisher hatte Intel fürs dritte Quartal einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt. Analysten waren von 14,2 Mrd. Dollar ausgegangen.