Der Hersteller Activision Blizzard erzielt mit neuer Version des Spiels wieder einen Rekord. Die Ergebnisse fallen dennoch schlechter aus. von Andrea Rungg, Hamburg
Die jüngste Version des Kriegsspiels "Call of Duty", "Modern Warfare 3" hat erneut einen Rekordumsatz erzielt. Binnen 16 Tagen erlöste der Videospielehersteller Activision Blizzard 1 Mrd. Dollar Umsatz. Mit der Vorgängerversion "Black Ops" benötigte das Unternehmen für den Milliardenumsatz 42 Tage. "Unsere ,Call of Duty‘-Gemeinde nimmt weltweit immer noch zu", sagte Activision-Chef Bobby Kotick der FTD. Insgesamt hätten sich bislang 30 Millionen Spieler für die "Call of Duty"-Serie interessiert, so Kotick weiter.
Der bisherige Kassenschlager "World of Warcraft" schwächelt auch
Für Activision hängt viel an dem Erfolg. Denn "Call of Duty" ist eines der umsatzstärksten Spiele des Unternehmens. Es erzielte zuletzt fast ein Drittel der Erlöse von 4,4 Mrd. Dollar. Branchenbeobachter fürchten, der Absatz könne auf Dauer unter Gewöhnungserscheinungen leiden. Das wäre fatal für Activision.
Denn schon der bisherige Kassenschlager "World of Warcraft" schwächelt und kostete das Unternehmen in diesem Jahr einen Teil seiner Umsätze. Activision hatte im November die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr zwar leicht angehoben, bleibt aber mit Erlösen von 4,33 Mrd. Dollar unter den früheren Werten. Auch die Ergebnisse sollen unter Vorjahr liegen. Der Gewinn pro Aktie soll nur noch 0,76 Dollar betragen, statt zuvor 0,68 Dollar.
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