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Merken   Drucken   03.01.2012, 12:36 Schriftgröße: AAA

Flexible Displays: Smartphones bekommen flexible Displays

Touchscreens waren einst ein großes Ding, heute sind berührungsempfindliche Bildschirme Alltag. Anbieter von Handys müssen ihre Smartphones weiterentwickeln, um Kunden zu locken. FTD.de zeigt, was es außer flexiblen Displays sonst noch alles (bald) gibt.
Flexible Displays könnten die nächste große Revolution auf dem Markt für Smartphones und andere mobile Geräte werden - also superflache Bildschirme, die sich falten oder zusammenrollen lassen. Noch forscht und tüftelt die IT-Branche daran. In zwei Jahren aber könnten die ersten Geräte für den Alltagsgebrauch auf den Markt kommen.
Andere Techniken aber sind schon Realität. Handys werden mit Spracherkennung ausgestattet und können anhand der Tonlage eines Sprechers sogar dessen Stimmungslage erraten. Hier ein Überblick über Trends.
Software zur Spracherkennung macht große Fortschritte: Sie lernt nicht nur, das gesprochene Wort besser zu verstehen, sondern auch, den Sinn dahinter zu ermitteln.
Siri heißt die plaudernde Dame im iPhone 4S   Siri heißt die plaudernde Dame im iPhone 4S
Ein Beispiel ist Siri, die Dame im iPhone 4S. Auch Google arbeitet an einem klügeren Nachfolger für Voice Actions.
Auf der T-Messe Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas bekamen sogar Fernseher Ohren. LG etwa stellte kurz vor Weihnachten eine Fernbedienung mit Spracherkennung vor.
Der große Vorreiter auf diesem Gebiet ist Microsoft mit Kinect, einem Controller für die Spielkonsole Xbox. Er erkennt Bewegungen vollkommen ohne Hilfsmittel.
Auch der Fernseher, den Apple zahlreichen Gerüchten zufolge entwickelt, soll auf Handzeichen reagieren. So könnte man mit einem Wink zappen oder die Lautstärke ändern. Für Handys ist diese Art der Kommunikation nicht unbedingt erste Wahl - das kleine Gerät hat man ohnehin meistens in der Hand.
Künftig sollen Programme anhand des Tonfalls die Laune des Anrufers diagnostizieren - etwa in Callcentern.
"In direkten Gesprächen sind solche Daten verfügbar, am Telefon nicht", sagt Jarkko Saunamäki, Manager bei Nokias Designteam.
Sein Team hat ein Konzept für ein Handy mit Stimmungsdiagnose erarbeitet. Es kann über die Gefühlslage des Gesprächspartners aufklären, wenn Indikatoren wie Körpersprache und Mimik fehlen.
Auf der Nokia World im Oktober stellte der Konzern das Kinetic Device vor - den Prototypen eines flexiblen Handys, das sich steuern lässt, indem man es verbiegt.
Drückt man die Ecken nach oben, kann man in einem Bild zoomen. Biegt man die Seiten in entgegengesetzte Richtungen, scrollt man durch die Fotogalerie. Das Feedback sei sehr positiv gewesen, sagt Projektleiter Antti Salo vom Nokia Research Center. Nun suche man Anwendungen für diese Art der Interaktion.
Handys sind bereits heute vollgestopft damit. Sie ermitteln die Orientierung des Geräts oder dienen als Kompass. In Zukunft könnten sie auf uns aufpassen - indem sie Werte wie Puls oder Blutdruck messen und an ein Diagnoseprogramm übermitteln.
Auch denkbar: Sensoren, die unsere Umgebung scannen. Unser Smartphone könnten selbstständig auf bestimmte Situationen reagieren, etwa den Ton ausstellen, wenn wir in einem Meeting sind.
Etwas eher Exotisches aus dem Hause Nokia: eine Oberfläche, die scheinbar die Struktur widerspiegelt, die sie zeigt.
Im Konzepthandy Human Form sind das Kieselsteine. Tatsächlich verändert sich die Oberfläche nicht - kleine Elektrovibrationen überlisten die Rezeptoren in den Fingern.
Diese glauben, eine Struktur zu ertasten. Alle, die gern wieder eine Tastatur spüren würden, müssen sich allerdings gedulden: Noch läuft im Research Center die Grundlagenforschung.
 
  • FTD.de, 03.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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