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Merken   Drucken   16.10.2012, 19:37 Schriftgröße: AAA

iPad Mini versus Surface: Apple stiehlt Microsoft die Show

Eigentlich wollte Microsoft die Aufmerksamkeit der Tech-Fans in der kommenden Woche ganz für sich haben. Doch jetzt kündigt Apple eine Präsentation für Dienstag an - es dürfte um das iPad Mini gehen.
Tim Cook bei der Präsentation des iPhone 5. Der Apple-Chef sichert ...   Tim Cook bei der Präsentation des iPhone 5. Der Apple-Chef sichert sich auch für die kommende Woche volle Aufmerksamkeit

Showdown der Giganten: In der kommenden Woche kämpfen Microsoft  und Apple  um die Aufmerksamkeit der Hightech-Fans. Microsoft wird zum Start des neuen Betriebssystems Windows 8 am 26. Oktober sein Tablet Surface vorstellen. Der Kontrahent aus Cupertino grätscht dazwischen und lädt schon drei Tage früher, also am kommenden Dienstag, zur Produktpräsentation. Aller Voraussicht nach geht es um das iPad Mini.

Das Unternehmen verschickte am Dienstag Einladungen zu einer Veranstaltung im kalifornischen San Jose. Diesmal enthielten sie statt eines eindeutigen Hinweises, worum es geht, nur einen Teil des Apple-Logos mit bunten Farbtupfern. Der Text dazu lautete: "We've got a little more to show you" (etwa: "Wir haben Ihnen noch ein wenig mehr zu zeigen"). Apple hatte erst vor wenigen Wochen das iPhone 5 vorgestelltund auf den Markt gebracht.

Schon vergangene Woche war in Medienberichten der 23. Oktober als Termin für die Vorstellung des kleineren iPad-Modells genannt worden. Laut früheren Informationen soll die kleinere iPad-Versioneinen Bildschirm mit einer Diagonale von 7,85 Zoll (19,9 cm) bekommen. Als möglicher Name wird "iPad mini" gehandelt. Apple bestätigte bisher allerdings nicht einmal, dass an einem kleineren Tablet gearbeitet wird.

Tablet-PCs Die iPad-Herausforderer

Apple führt mit dem iPad immer noch souverän den Tablet-Markt an, obwohl immer neue Konkurrenzmodelle dazukommen, Marktforscher sehen den iPad-Anteil bei rund 70 Prozent. Bisher hatte Apple das Segment kleinerer und günstigerer Tablets ganz den Rivalen überlassen.

Mit dem Surface wagt sich Microsoft erstmals selbst in das Geschäft mit Computer-Hardware vor. Bisher überließ der Konzern das den Herstellern und beschränkte sich weitgehend auf die Rolle des Software-Lieferanten. In der IT-Branche wird mit Spannung beobachtet, wie sich der Vorstoß auf das Verhältnis der Partner auswirkt.

Der Preis für die günstigste Version des Surface wird in Deutschland wie bei Apple bei 479 Euro liegen. Allerdings soll es bei Microsoft dafür 32 Gigabyte Speicher statt der 16 beim billigsten iPad geben sowie einen etwas größeren Bildschirm. Microsoft bestätigte die Preise am Dienstag, nachdem die Angaben zunächst für kurze Zeit auf einer Microsoft-Webseite auftauchten. Für 579 Dollar gibt es demnach das Surface-Tablet samt des "Touch Cover", das als Tastatur und Schutzhülle fungiert. Für weitere 100 Euro wird der Speicher auf 64 Gigabyte aufgestockt. Das "Type Cover", das über bewegliche Tasten wie bei einer richtigen Tastatur verfügt, will Microsoft für 129,99 Euro anbieten. Windows-Chef Steven Sinofsky lobte die Preise vor US-Reportern als "großartigen Deal", berichtete das Blog "All Things D". In den USA liegen die Preismarken bei 499, 599 und 699 Dollar.

In den vergangenen Monaten hatte es Gerüchte gegeben, Microsoft wolle das Surface deutlich billiger verkaufen, für 299 oder sogar nur 199 Dollar. Das ist der Preis, für den Amazon  sein kleineres Tablet Kindle Fire HD verkauft. Allerdings räumt der weltgrößte Online-Einzelhändler auch offen ein, dass dieser Preis in der Nähe der Produktionskosten liegt und er das Geld mit der Zeit durch den Verkauf von Büchern, Musik oder Filmen wieder einspielen will. Das günstigste Apple-Tablet ist das iPad 2 für 399 Euro bzw. 399 Dollar in den USA. Das aktuelle Modell iPad 3 gibt es in Amerika ab 499 Dollar.

  • FTD.de, 16.10.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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