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Merken   Drucken   14.08.2012, 11:14 Schriftgröße: AAA

Insolventer Fotopionier: Apple und Google sollen Kodak retten

Das hat sich Kodak anders vorgestellt: Die Gebote für die Patentportfolio bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Jetzt nimmt sich der Fotopionier mehr Zeit für den Verkauf und hofft auf einen Bieterwettstreit zwischen Apple und Google.
© Bild: 2012 Getty Images/National Media Museum/John Hassell
Das hat sich Kodak anders vorgestellt: Die Gebote für die Patentportfolio bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Jetzt nimmt sich der Fotopionier mehr Zeit für den Verkauf und hofft auf einen Bieterwettstreit zwischen Apple und Google.

Der insolvente Fotopionier Kodak  nimmt sich mehr Zeit für den lebenswichtigen Verkauf seiner Patente. Angesichts noch laufender Gespräche mit den Bietern stimmten die Gläubiger einer Fristverlängerung zu, teilte Kodak mit. Ursprünglich sollte der Gewinner der Versteigerung am Montag feststehen. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Kodak braucht das Geld aus dem Verkauf der 1100 Patente für den geplanten Neuanfang als Druckspezialist.

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Nach bisherigen Informationen erfüllte sich Kodaks Hoffnung auf Milliarden-Einnahmen zunächst nicht. Alle bis zum Wochenende eingegangenen Gebote hätten deutlich unter 500 Mio. Dollar gelegen, berichtete das "Wall Street Journal". Der Fotokonzern hatte Anfang des Jahres den Wert des Pakets noch auf bis zu 2,6 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. Euro) geschätzt.

Die letzte Hoffnung liegt auf einem Bieterwettstreit zwischen Apple  und Google , die rivalisierende Gruppen bei der Auktion anführen. Die beiden Unternehmen stehen sich im Patentkrieg der Mobilfunkbranche gegenüber. Im vergangenen Jahr hatten sie den Preis bei der Versteigerung der Patente des insolventen Netzwerk-Ausrüsters Nortel  bis auf 4,5 Mrd. Dollar hochgetrieben. Am Ende gewannen Apple und Microsoft , die auch bei Kodak gemeinsam auftreten.

  • dpa, 14.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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