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25.10.2011, 08:00
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Jubiläum:
Windows XP tut immer noch weh
Ein Betriebssystem ist ein bisschen wie eine Religion - einige glauben fest dran, anderen bietet es ein Grundgerüst für die tägliche Arbeit und viele streiten sich darüber. Windows XP wird inzwischen zehn Jahre alt. Ein Nachruf.
von Andreas Albert
Ich werde ihm keine Träne nachweinen. Zehn Jahre sind mehr als genug - und wer weiß, vielleicht werden es noch zweieinhalb Jahre mehr. Spätestens am 8. April 2014 sollte aber endgültig Schluss sein. Dann endet der Support für Windows XP und das Betriebssystem, das meine berufliche Laufbahn am längsten begleitet hat, kommt endlich dahin, wo es hingehört - ins digitale Nirvana.
Mit XP waren viele Hoffnungen verknüpft. Zu Beginn des neuen Jahrtausends kam ein Betriebssystem von
Microsoft , das verlässliche Performance verband mit einem modernen Design, wie es der gemeine Nutzer bis dahin von Windows 95 oder 98 kannte.
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Die kultigsten Betriebssysteme
XP, das bei Microsoft für "Experience" stand, führte die Welt der Freizeitcomputer mit der professionellen NT-Variante zusammen - vorausgesetzt, die IT-Abteilung schaltete das XP-Designschema frei. Wer nicht so viel Glück hatte, musste auch die erste Dekade des neuen Jahrtausends mit einer Startleiste im grauen Windows-NT-Look leben.
Die XP-Version erwies sich als hartnäckig. Sie überlebte sogar einen Nachfolger, Windows Vista, das bei den Nutzern nicht auf die von Microsoft erhoffte Begeisterung stieß. Zu sehr waren die Anwender offenbar an das alte Erscheinungsbild gewöhnt und wollten weiterhin ihren grünen Hügel im Hintergrund statt neumodischer wechselnder Designelemente. Die transparente Darstellung der Fenster und Startleiste war vielen wohl suspekt. Ständige Nachfragen, ob der Nutzer wirklich die Software von xxx.ru installieren wolle, wurden schnell zuviel.
Die IT-Abteilungen der großen Unternehmen zogen da sowieso nicht mit. Sie überspringen traditionell eine Version. Die meisten Programme liefen inzwischen unter XP rund, und fünfeinhalb Jahre waren auch kein Alter für ein Betriebssystem.
Die Zeit, die die Implementierung eines neuen Systems kostet, hatte Vista ohnehin nicht mehr. Etwa zweieinhalb Jahre später, im Oktober 2009, brachte Microsoft Windows 7 auf den Markt und liefert damit inzwischen das meist verbreitete Betriebssystem weltweit. Ende September überholte Windows 7 erstmals seinen Vorvorgänger und ist nun auf mehr als 40 Prozent aller PC weltweit vertreten.
Teil 2: Virenschleuder adieu
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FTD.de, 25.10.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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