Die Geräte sollen die Medienbranche umwälzen, gespannt wartete die IT-Branche auf Apples neues Produkt, das iPad. Die Serie gibt einen Einblick in die neue Technik.
Neue Vertriebsplattform:"Magisches" iPad bringt Apple ins Buchgeschäft
Nach seinem Erfolg mit dem iPhone-Handy steigt der US-Konzern in das Geschäft mit Mini-Laptops ein: Das iPad soll die Lücke schließen zwischen Handy und Laptop. Und Bücher lesen kann man auch auf dem Computer.
Apple will mit einem neuartigen Tablet-Computer an den Erfolg des iPhone anknüpfen. "Wir nennen ihn iPad", sagte Apple-Chef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. Das iPad wird mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert.
Apple gegen Microsoft
Die Evolution der Tablets
Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben.
Steve Jobs stellt in San Francisco den iPad vor
"Wir wollen 2010 beginnen, indem wir heute ein magisches und revolutionäres Produkt einführen", fügte der Konzernchef bei der Präsentation hinzu, auf der er sehr mager wirkte. Jobs war vor einigen Jahren an Krebs erkrankt.
Der neue Computer soll auch als Lesegerät für E-Books dienen. Damit wird er zum Konkurrenzprodukt für elektronische Lesegeräte wie den Kindle von Amazon und dem Sony-Reader.
"Es ist viel besser als ein Laptop und viel besser als ein Handy", sagte Jobs. Ähnlich wie beim iPhone von Apple passt sich die Bildschirmdarstellung daran an, wie das Gerät gerade gehalten wird.
Der iPad integriert einen Web-Browser, E-Mail, Fernsehen und Video sowie das Lesen von digitalen Büchern, den E-Books. Auch Computerspiele sind damit möglich, auch wenn das nicht der Hauptzweck sein wird. Schließlich unterstützt der iPad auch alle Anwendungen für das iPhone, die in den vergangenen Monaten immer vielfältiger geworden sind.
Ähnlich wie der Musik-Shop iTunes startet Apple nun auch für digitale Bücher einen eigenen Internet-Laden, den iBook Store. Dafür wurden zunächst fünf große Verlagsgruppen als Partner gewonnen, darunter Penguin und Hachette. Im Unterschied zum Kindle nutzt Apple den verbreiteten EPUB-Standard, der auch von Sony und anderen Herstellern bevorzugt wird.
Der 1,25 Zentimeter flache Computer mit einem Gewicht von 680 Gramm und einem 9,7 Zoll großen Touchscreen wird von einem neuen Prozessor mit einer Taktrate von einem Gigahertz betrieben.
Die Daten werden auf einem Flash-Speicher - ähnlich der Speichertechnik eines USB-Sticks abgelegt, der je nach Modell einen Umfang von 16 bis 64 Gigabyte hat. Als Verbindungstechniken stehen WLan und Bluetooth zur Verfügung - optional gibt es auch ein Modell mit integriertem Mobilfunkanschluss.
Die Preise beginnen bei 499 $ (das wären 356 Euro) und reichen bis 829 $ (umgerechnet 592 Euro) für das Modell mit Mobilfunk und 64 GB Datenspeicher.
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