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18.10.2011, 14:21
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Rivalität mit Apple:
Google beendet Wildwuchs bei Android
Das klingt süß, macht aber viele Anwender sauer: Mit seinen nach Lebkuchen und Honigwaben benannten Android-Versionen nervt Google die Kunden. Das neue Programm Ice Cream Sandwich kommt am Mittwoch und soll endlich ein Android sein, das auf Smartphones und Tablets gleichermaßen gut läuft.
von Andreas Albert
Ursprünglich sollte das Nexus Prime von
Samsung bereits vor einer Woche vorgestellt werden. Wegen des Todes von
Apple -Gründer Steve Jobs haben der koreanische Konzern und
Google die Präsentation des Smartphones auf den 19. Oktober verschoben. Das Gerät ist nicht nur ein neuer iPhone-Herausforderer, sondern ein Meilenstein für das Betriebssystem Android.
Googles selbst vertriebenes Nexus One war ein Flop
Das Nexus Prime wird das erste Gerät mit der neuen Softwareversion 4.0, das auf den Codenamen Ice Cream Sandwich hört. Die neue Android-Version bietet nicht nur einige Verbesserungen, neue Funktionen sowie eine neue Optik. Mit der traditionell nach einer Süßigkeit benannten Software soll der Wildwuchs der Android-Geräte beendet beendet sein. Die aktuellste Smartphone-Version hört auf den Namen Gingerbread (eine amerikanische Variante des Lebkuchens), bei Tablets ist meist Honeycomb (Honigwabe) installiert. Manche Hersteller wie etwa Samsung verwenden aber auf kleineren Tablets auch Gingerbread, weil damit, im Gegensatz zu Honeycomb, Telefonieren über ein Handynetz möglich ist. Für Kunden sind aber gerade diese technischen Unterschiede äußerst irritierend.
Ice Cream Sandwich läuft nämlich sowohl auf Smartphones als auch auf Tablet-PC. Bisher war es für Google ein großer Nachteil, verschiedene Betriebssystemversionen für die unterschiedlichen Gerätetypen bereitstellen zu müssen. Anders als beim Rivalen Apple, der mit dem iOS sowohl iPhone als auch iPad bedienten, gab es wegen der Vielfalt der mit Android betriebenen Geräte oft Probleme mit den Entwicklern der Apps genannten Zusatzprogramme.
Bisher stellte Google den Geräteherstellern verschiedene Versionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zur Verfügung. Die Entwickler konnten daher nicht sicher sein, dass ihre Apps auf allen Android-Geräten laufen. Dabei sind die kleinen Programme inzwischen ausschlaggebend für den Erfolg der Smartphones, für die Telefonieren nur noch eine von vielen Funktionen ist.
Die Vielfalt der Android-Versionen irritiert auch die Nutzer, da sie nicht auf allen Geräten laufen und bestimmte Funktionen ausschließen. Oft ist unklar, ob eine aktualisierte Software vorliegt, denn auch die Hersteller bieten einige Updates gar nicht oder nur unzureichend an. All das soll mit Ice Cream Sandwich ein Ende haben. Die Software soll sogar auf dem bisher wenig erfolgreichen Google TV laufen. Google TV ist der Versuch des Konzerns, über Set-Top-Boxen Internet und Fernsehen zu verbinden. "Wir wollen ein einzelnes Betriebssystem, das überall läuft", sagte Google-Manager Hugo Barra im Mai bei der Vorstellung der Android-Version.
Teil 2: Nexus Prime möglicherweise mit neuem Mobilfunkstandard
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FTD.de, 18.10.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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