Aus Wafern wie diesem werden Computerchips geschnitten
Read will das eingesparte Geld in die Entwicklung stromsparender Chips, die Eroberung von Märkten in Schwellenländern und das Cloud Computing stecken, kündigte er am Donnerstag am Firmensitz im kalifornischen Sunnyvale an. Der Konzernchef, der vom chinesischen Computerbauer
Lenovo kommt, hatte seinen Job Ende August angetreten, nachdem der AMD-Verwaltungsrat monatelang nach einem neuen Chef gesucht hatte.
Der Konzern hat derzeit keinen leichten Stand. Bei PC-Prozessoren muss AMD sich der Übermacht des Marktführers
Intel erwehren, zudem schwächen sich die Verkäufe branchenweit ab. Wie AMD hat derzeit auch Intel gegen die starke Konkurrenz bei mobilen Prozessoren zu kämpfen. Der Konzern beherrscht mit seinen Chips zwar mit einem Anteil von mehr als 80 Prozent den Markt für PC und Notebooks. Der schnell wachsende Markt für Smartphone- und Tablet-Computerchips wird jedoch von Herstellern wie
Qualcomm dominiert, die stromsparendere Prozessoren auf der Technologie des englischen Chipdesigners
ARM bauen.
Auch der Strategiechef muss gehen
Der langjährige AMD-Chef Dirk Meyer soll vom Verwaltungsrat zum Rücktritt gedrängt worden sein, weil er nicht entschieden genug auf mobile Chips setzte. Neben Tausenden einfachen Mitarbeitern verlassen laut US-Medienberichten auch Strategiechef Patrick Moorhead und Produktdirektor Carrell Killebrew das Unternehmen.