Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft hat sich für Infineon im abgelaufenen Quartal binnen Jahresfrist auf 129 Mio. Euro fast halbiert. Bei einem Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 982 Mio. Euro ging die operative Rendite um sieben Punkte auf 11,8 Prozent zurück, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das neue Geschäftsjahr gibt Infineon-Chef Reinhard Ploss wenig Anlass zur Hoffnung. "Der konjunkturelle Gegenwind wird stärker. Und wir sehen nicht, dass er sich schnell drehen wird. Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir daher einen Umsatzrückgang. Mit Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit setzt Infineon weiter auf die richtige Strategie", sagte Ploss. Der Umsatz werde fünf bis neun Prozent schrumpfen, die operative Rendite mit fünf bis neun Prozent deutlich unter der langfristigen Zielmarke von 15 Prozent liegen.
Ploss geht nun die Kosten des Chipherstellers an. Die Investitionen werden um 100 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2012/13 gekürzt, der Personalstand eingefroren, unausgelastete Fertigungsanlagen zeitweise stillgelegt und vereinzelt Kurzarbeit eingeführt, hieß es. Die Einsparungen sollen sich auf 100 Mio. Euro belaufen. Die Aktionäre müssen indes nicht verzichten: Wie im Vorjahr will Infineon eine Dividende von zwölf Cent je Aktie ausschütten.