Bei Smartphones bleiben die Koreaner unschlagbar. Dank eines Rekordabsatzes erzielt der Konzern im vierten Quartal den höchsten Dreimonatsgewinn der Geschichte. Das Unternehmen profitierte auch von der Schwäche der asiatischen Konkurrenz.
Der Elektronikkonzern Samsung hat mit unerwartet starken Geschäftszahlen seine Stellung als Weltmarktführer bei Smartphones gefestigt. Für das vierte Quartal vermeldete das südkoreanische Unternehmen am Freitag einen Rekordgewinn sowie einen unerwartet hohen Umsatz.
Konkurrenz für Apples Erfolgsmodell
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Treibende Kraft des Gewinnanstiegs von 73 Prozent zum Vorjahr war demnach ein Rekordabsatz bei Smartphones von 35 Millionen Stück. Samsung hat damit auf diesem Geschäftsfeld seine Führung vor dem US-Rivalen Apple ausgebaut und bleibt der nach Umsatz weltgrößte Technologiekonzern. Börsianer hatten die hervorragenden Zahlen jedoch bereits eingepreist - Samsung-Aktien büßten in Seoul 1,4 Prozent ein.
Der Elektronikkonzern ist der weltgrößte Produzent von Speicherchips, LCD-Fernsehern und Smartphones. Während das Unternehmen mit einem Preisverfall bei Speicherchips zu kämpfen hat, profitiert Samsung vor allem vom starken Smartphonegeschäft. Auch der Verkauf der Festplattensparte an den US-Spezialisten Seagate für 1,4 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr schlägt sich im Ergebnis nieder.
Für den Zeitraum von Oktober bis Dezember geht Samsung nach bisherigen Berechnungen von einem operativen Gewinn von 5200 Mrd. Won aus (etwa 3,5 Mrd. Euro), während Analysten 4700 Mrd. Won erwartet hatten. Dies wäre der höchste Gewinn der Firmengeschichte. Der Umsatz dürfte bei umgerechnet 31 Mrd. Euro liegen und damit auch etwas über den Erwartungen. Der operative Gewinn 2011 wird den Angaben zufolge wahrscheinlich 16.200 Mrd. Won betragen bei einem Rekordumsatz von 164.700 Mrd. Won. Samsung legt Ende Januar seine detaillierten Geschäftszahlen vor.
Im Smartphonemarkt haben sich Konkurrenten wie HTC, Nokia und Research in Motion mit ihren jüngsten Geräten nicht durchsetzen können. Samsung hatte die Märkte bereits im dritten Quartal mit unerwartet guten Geschäftszahlen überrascht. Damals zogen die Koreaner bei Smartphones an Apple vorbei.
Samsung macht auch mit Computerchips für mobile Geräte sowie Hochleistungsbildschirmen mit Oled-Technik gute Geschäfte. Ein wichtiger Kunde ist Apple: Die Kalifornier bauen Samsung-Chips in das iPhone und den Tablet-PC iPad ein. Gleichzeitig streiten sich die beiden Konzerne vor zahlreichen Gerichten weltweit um Patente. Samsung darf die betroffenen Geräte in einigen Ländern - unter anderem in Deutschland - nicht verkaufen.
Auch der taiwanische Samsung-Rivale HTC legte am Freitag Zahlen vor, die allerdings die Erwartungen der Börsianer nicht erfüllten: Der Gewinn ging um ein Viertel zurück. Der zweitgrößte Smartphonehersteller Asiens musste damit erstmals seit zwei Jahren einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die starke Konkurrenz durch Samsung und Apple drückte die Nachfrage nach HTC-Geräten, die wie Samsung vor allem mit Googles Android-Betriebssystem laufen. Die Aktie des Konzerns verlor in Taipei 0,7 Prozent.
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