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Merken   Drucken   08.11.2012, 11:52 Schriftgröße: AAA

Teurer Zukauf: Microsoft und die große Not mit Skype

Der Telefondienst Skype ist eine der erfolgreichsten Internetplattformen. Dumm nur, dass kaum ein Nutzer dafür zahlen will. Der aktuelle Eigner Microsoft hat daher eine Herkulesaufgabe vor sich: Skype integrieren und damit Geld verdienen.
© Bild: 2012 dapd/Paul Sakuma
Leitartikel Der Telefondienst Skype ist eine der erfolgreichsten Internetplattformen. Dumm nur, dass kaum ein Nutzer dafür zahlen will. Der aktuelle Eigner Microsoft hat daher eine Herkulesaufgabe vor sich: Skype integrieren und damit Geld verdienen.

Wie schön könnte das Leben sein: Sie kaufen einen kleinen Ballen aus getrocknetem Gras, spinnen ein bisschen herum, und dann, plötzlich, liegt vor Ihnen ein Barren aus purem Gold. Was im Märchen schon nicht klappt, ist in der Realität kaum einfacher.

Microsoft -Chef Steve Ballmer versucht es jetzt aber trotzdem, und zwar gezwungenermaßen: Er ersetzt den schwächelnden Kommunikationsdienst MSN Life Messenger im nächsten Jahr durch Skype - immerhin der teuerste Zukauf der Firmengeschichte. Außerdem hübscht er mit dem Onlinetelefondienst seine wichtigsten Programme auf, das Betriebssystem Windows und die Bürosoftware Office.

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Daraus könnte eine übergeordnete Kommunikationsplattform entstehen, die es den Nutzern erlaubt, parallel zu schreiben und zu telefonieren, Dokumente auszutauschen und Rücksprachen zu treffen. Kurzum: den Arbeitsalltag erleichtert. Und das nicht nur im Microsoft-Reich, denn Skype wird es weiterhin auch unabhängig geben.

Was sich kreativ anhört, ist aber aus der Not geboren. Denn auch ein Jahr nach der Übernahme - 8,5 Mrd. Dollar zahlte Microsoft an den vorherigen Skype-Eigentümer Ebay  - muss der Konzern diesen waghalsigen Kauf noch immer rechtfertigen. Das Geschäftsmodell ist für sich allein betrachtet gescheitert. Und das, obwohl Skype neben Facebook  und Twitter eine der erfolgreichsten Internetplattformen der Welt ist. Das Dumme: Vier von fünf Nutzern sind nicht bereit, dafür zu zahlen.

Gegenüber seinen Konkurrenten Apple  und Google  hat Microsoft einen entscheidenden Vorteil: den Verbreitungsgrad seines Betriebssystems und des Office-Pakets weltweit. Der Erfolg ist dennoch fraglich. Wie kommen die neuen Nutzungsmöglichkeiten an? Und wächst die Skype-Gemeinde weiter? So oder so, Ballmer bleibt nichts anderes übrig, als die Skype-Integration voranzutreiben.

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  • Aus der FTD vom 08.11.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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Kommentare
  • 09.11.2012 08:50:13 Uhr   Thomas Burgfried: Seltsamer Artikel

    Zunächst ein spöttischer Ausflug ins Reich der Märchen, der keinen Bezug zum Rest
    des Artikels hat.
    Dann wird vom MSN Life Messenger gesprochen.
    1. Nur weil der Autor MSN als Einstiegsseite nutzt, muss man nicht allen Diensten, die von
    dieser Seite aus erreicht werden, ein MSN voranstellen.
    2. Es heißt nicht Life sondern Live.
    Und weshalb der Dienst schwächelt, weiß wohl nur der Autor selbst. Vermutlich weil
    jede Änderung, die MS vornimmt, nur durch ein Schwächeln bedingt sein kann.
    Ich bitte um mehr Genauigkeit. Schließlich würden Sie für solche Artikel ja am
    liebsten Geld verlangen.

    Was das Projekt Skype betrifft:
    Abgesehen vom hohen Kaufpreis, der wohl ein strategischer war, war es sinnvoll
    Skype zu übernehmen.
    Allerdings bin ich überrascht, das MS so lange braucht, um Skype in die Live-Dienste zu
    integrieren. Denn das MS zwei Messenger-Dienste betreiben würde, dürfte schon letztes Jahr niemand ernsthaft geglaubt haben.

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