Der Verkauf der Chemiesparte hat dem japanischen Elektronikkonzern Sony im zweiten Quartal wieder zu einem Plus verholfen. Sony wies für die Monate Juli bis September einen operativen Gewinn von 30,3 Mrd. Yen (292 Mio. Euro) aus. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Verlust von 1,6 Mrd. Yen gemacht. Die Trennung vom Chemiegeschäft half Sony über die Nachfrageschwäche nach Fernsehgeraten und anderen elektronischen Geräten hinweg.
Unter dem Strich weist das Unternehmen allerdings rote Zahlen aus - und zwar schon im siebten Quartal in Folge. Als Nettoergebnis wies Sony einen Verlust von 15,5 Mrd. Yen (minus 149,5 Mio. Euro) aus. Vor einem Jahr war das Minus mit 27 Mrd. Yen allerdings noch höher gewesen. Der Umsatz legte unterdessen um 1,9 Prozent auf 1600 Mrd. Yen (15,5 Mrd. Euro) zu.
Sony machen wie anderen japanischen Elektronik-Konzernen die Flaute im Geschäft mit TV-Geräten und der starke Yen zu schaffen. Sharp beispielsweise erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Rekordverlust.
In der Unterhaltungselektronik haben japanische Hersteller längst die Führungsrolle eingebüßt gegen Premiumhersteller wie Apple, aber auch gegen die Konkurrenz aus Südkorea wie Samsung oder LG. So gelang es Sony bislang nicht, wie andere Unternehmen mit geschlossenen Systemen für Inhalte auf Smartphones oder Tablets zu punkten oder sich mit herausragenden Innovationen hervorzutun. Im Fernsehgeschäft leidet Sony wie praktisch alle Anbieter unter einem satten Markt und einem brutalen Verdrängungswettbewerb. Der neue Konzernchef Kazuo Hirai will mit einem rigiden Sparkurs und Innovationen wieder in die schwarzen Zahlen zurückkommen.
Sonys neuer Konzernchef Kazuo Hirai will mit einem rigiden Sparkurs und Innovationen wieder in die schwarzen Zahlen zurückkommen. Für das im März zu Ende gehende Geschäftsjahr 2012/13 bekräftigte der japanische Konzern das Ziel, einen operativen Gewinn von 130 Mrd. Yen zu erwirtschaften.