Beim Telekommunikationsunternehmen Drillisch ist wegen des Kursverfalls der Freenet-Aktie eine dreistellige Millionenabschreibungen fällig geworden. Dennoch will das Unternehmen an der Beteiligung festhalten.
Auf die Beteiligung an Freenet habe Drillisch zum 30. September eine nicht liquiditätswirksame Abschreibung von 151,1 Mio. Euro verbucht, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Drillisch-Chef Paschalis Choulidis sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es gebe dennoch keine Pläne, den Anteil an Freenet zu verringern. Es handele sich nach wie vor um eine strategische Beteiligung an dem Hamburger DSL- und Mobilfunkanbieter.
Zuletzt hielt Drillisch laut Choulidis 16 Prozent direkt und indirekt an Freenet. Zusammen mit dem Internetanbieter United Internet ist Drillisch über ein Gemeinschaftsunternehmen mit knapp 26 Prozent an Freenet beteiligt.
In den ersten neun Monaten konnte Drillisch vorläufigen Zahlen zufolge trotz stagnierender Erlöse seinen operativen Gewinn steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 13 Prozent auf 30,5 Mio. Euro. Der Umsatz blieb mit 265,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand seine Prognose, ein Ebitda von rund 40 Mio. Euro zu erwirtschaften. Die Zahl der Kunden soll auf 2,35 Millionen steigen.
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