Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat mit seinem Unternehmen einen Wendepunkt erreicht
Zuckerberg, dieser Visionär eines neuen, sozialen Internets, hat mit seinem Unternehmen einen Wendepunkt erreicht. Facebook ist dabei, seine Unschuld zu verlieren. Die Zeiten, in denen die studentisch geprägte Firma gegen das Net-Establishment rebellierte, sind vorbei. Auf Druck der Investoren versuchen Zuckerberg und eine Truppe von Managern seit ein paar Monaten, Facebook zu einer Geldmaschine zu machen, um endlich Kapital aus dem gigantischen Datenschatz des Netzwerks zu schlagen. Doch nun haben sie den Bogen überspannt. Und das Vertrauen in ihr Unternehmen zerstört.
In der Hoffnung auf neue Erlöse gibt Facebook immer mehr Informationen seiner Mitglieder weiter. Die öffentlich zugänglichen Daten in den Nutzerprofilen werden inzwischen gebündelt und anonymisiert an Werbekunden weitergereicht, damit die zielgenau Anzeigen platzieren können. Doch während die Werbewirtschaft frohlockt, schlagen die Nutzer Alarm.
Innerhalb kürzester Zeit habe das Unternehmen ihnen den Standard diktiert, alle Informationen mit möglichst allen im Netzwerk zu teilen, so die Kritik. Wer das nicht will, muss sich durch 50 Einstellungen mit 170 Optionen quälen, um annähernd den Datenschutz zu genießen, unter dem er der Seite einst seine Daten anvertraute.