Google-Chef Eric Schmidt musste in letzter Zeit manch schlechte Nachricht empfangen
Manch schlechte Botschaft muss Google-Chef Eric E. Schmidt in letzter Zeit ertragen. Die Klickzahlen auf Anzeigen neben den Suchergebnissen flauen ab. Und der Aktienkurs ist von 742 $ im vergangenen November um knapp 40 Prozent abgestürzt.
Sogar die lange vergeblichen Attacken der Wettbewerber auf Googles Kerngeschäft zeigen Wirkung: Gemessen an den Ausgaben der Werbekunden im US-Markt konnte
Yahoo den Marktanteil im ersten Quartal von 19,6 auf 24,4 Prozent steigern, während Marktführer Google um vier Prozentpunkte auf 70,4 Prozent zurückfiel.
An der Wall Street werden nun mit Spannung die Quartalsergebnisse erwartet, die Google am Donnerstagabend vorlegt - mit dem letzten Bericht war der einstige Liebling der Börsianer erstmals unter den Erwartungen geblieben. Seitdem ist die US-Wirtschaft weiter in die Rezession gerutscht. "Die Sorge wächst, dass Google gegen eine schwächelnde Wirtschaft nicht immun ist", sagt Laura Martin, Analystin bei der Soleil Group. "Wir erwarten, dass der Trend anhält." Immerhin, selbst wenn sich die Zuwachsraten abflachen, werden Umsatz und Gewinn zulegen. Google bleibt die beherrschende Macht im Online-Werbemarkt.
Doch die 1998 von den Studenten Sergej Brin und Larry Page gegründete Firma ist längst kein Newcomer mehr. Aus der Klitsche, die 2004 an die Börse ging und den Markt aufrollte, ist ein Konzern geworden, der es gemessen am Börsenwert von 140 Mrd. $ mit Industriegrößen wie
Coca-Cola aufnimmt.