Kursinformationen und Charts
|
Google
|
457 EUR |
[-1.85] |
-0,40% |
|
|
|
Samsung
|
226,006 EUR |
[-7.195] |
-3,09% |
|
|
Mit der Einbettung Badas in Tizen will
Samsung die Software stärken und die Abhängigkeit des Konzerns von Android verringern, dem Betriebssystem des Internetkonzerns
Google . Inoffiziell zeigten sich Südkoreas Elektronikkonzerne vergangenes Jahr besorgt über Googles 12,5 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Handyherstellers Motorola. Samsung fürchtet, Google könne das Betriebssystem Android exklusiv für Motorola-Handys weiterentwickeln. Die Qualität der Betriebssoftware wird zunehmend zum entscheidenden Faktor beim Verkauf von Mobiltelefonen.
Galaxy versus iPhone
Tizen ist ein freies Betriebssystem, das auf Linux basiert. Es soll Mobiltelefone, Smartphones, Tablets und Netbooks sowie Infotainmentsysteme für Autos oder TV-Hardware unterstützen. Im September 2011 hatte Intel angekündigt, Tizen zu unterstützen. Samsung stellt zwar erfolgreich Hardware her, doch Software ist die Schwachstelle des Elektronikkonzerns. Die hochpreisigen Smartphones der Koreaner laufen fast ausschließlich mit Googles Betriebssystem. Analysten gehen davon aus, dass Samsung sowohl das Portfolio mit Betriebssystemen diversifizieren als auch Technologie von außen hinzukaufen dürfte. Samsung teilte mit, Bada werde auch weiterhin bestehen bleiben. Momentan hat das Betriebssystem nur zwei Prozent Marktanteil, Androids Marktanteil dagegen liegt bei mehr als 50 Prozent.
Auf der Konsumelektronikmesse CES hatte Intel vergangene Woche angekündigt, eine neue Offensive im Markt für Smartphones starten zu wollen. Im Laufe dieses Jahres wird etwa der Computerhersteller Lenovo das erste Mobilfunkgerät auf den Markt bringen, das mit Intel-Chips läuft. Bislang waren die Produkte des US-Konzerns in diesem Marktsegment nicht erfolgreich, da sie zu stromhungrig konzipiert waren.