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Merken   Drucken   10.08.2012, 10:45 Schriftgröße: AAA

Angeschlagener Blackberry-Hersteller: IBM ist scharf auf RIMs E-Mail-Dienst

Der IT-Konzern IBM hat offenbar ein Auge auf das Firmengeschäft des Blackberry-Herstellers Research In Motion geworfen. Es beinhaltet den E-Mail-Dienst, das Filetstück des strauchelnden Smartphone-Bauers.
© Bild: 2012 Reuters/Fabrizio Bensch
Der IT-Konzern IBM hat offenbar ein Auge auf das Firmengeschäft des Blackberry-Herstellers Research In Motion geworfen. Es beinhaltet den E-Mail-Dienst, das Filetstück des strauchelnden Smartphone-Bauers.

Der IT-Konzern IBM hat einem Medienbericht zufolge Interesse an einem Filetstück des kriselnden Blackberry-Anbieters Research In Motion (RIM). IBM habe informell wegen einer Übernahme des Firmengeschäfts von RIM vorgefühlt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag.

Das Geschäftsfeld beinhaltet vor allem den von vielen Unternehmen genutzten E-Mail-Dienst von Blackberry. Interessenten für RIM als Ganzes oder die Handyproduktion gebe es hingegen nicht, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

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RIM  durchlebt gerade eine harte Durststrecke. Geräte mit dem nächsten Betriebssystem Blackberry 10 kommen nicht vor 2013 auf den Markt. Die aktuellen Modelle können nicht mit Apples iPhone und Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android mithalten. Im vergangenen Quartal sank der Anteil von RIM am Smartphone-Markt nach Berechnungen des Marktforschers IDC auf 4,8 Prozent - vor einem Jahr waren es noch 11,5 Prozent.

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Der aus Deutschland stammende RIM-Chef Thorsten Heins hatte angekündigt, alle Optionen für das Unternehmen zu prüfen. Darunter sind auch ein Verkauf oder die Vergabe von Blackberry-Lizenzen an andere Unternehmen. Diese Woche war über ein mögliches Interesse von Samsung spekuliert worden. Der weltgrößte Smartphone-Hersteller wies dies jedoch zurück.

IBM  hatte in den vergangenen Jahren den Schwerpunkt vom Computergeschäft hin zu Unternehmensdienstleistungen verlagert. Dazu würden die besonders sicheren E-Mail-Server von Blackberry gut passen. Unklar ist allerdings, wie wertvoll der verbleibende Rest von RIM wäre. Das Unternehmen hat unter anderem mit dem Blackberry-Messenger BBM auch Verbraucher als Kunden und bietet zudem Handys im Niedrigpreissegment an.

RIM hatte zu lange auf seine klassischen E-Mail-Handys mit großer Tastatur und kleinem Bildschirm gesetzt und wurde von iPhone und Geräten mit Android überrollt. Firmenchef Heins hofft auf die Rettung durch das nächste Betriebssystem und senkt in der Zwischenzeit die Kosten. So wird fast ein Drittel der Arbeitsplätze abgebaut. Der Start der ersten Geräte mit Blackberry 10 musste aber erst vor Kurzem von Ende dieses Jahres auf Anfang 2013 verschoben werden.

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  • dpa, 10.08.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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