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Merken   Drucken   05.04.2006, 22:24 Schriftgröße: AAA

Apple lockt zurückhaltende Privatkunden

Dossier Mit der Öffnung der eigenen PCs für Microsofts Betriebssystem Windows richtet sich Apple nach Analysteneinschätzung vor allem an Privatkunden. Mit dem Angebot dürfte Apple den Schwung aus dem Verkaufserfolg des iPod eine neue Dynamik geben.
von Mark Krümpel und Martin Ottomeier, Hamburg, und Helene Laube, San Francisco
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"Im Geschäft mit Firmenkunden müsste Apple technische Unterstützung anbieten", das sagte Ranjit Atwal von der IT-Beratungsfirma Gartner. Apple  hatte aber angekündigt, noch keinen Support für Windows zu leisten. Da viele Nutzer privat Apple-Produkte wie iPod und iTunes, aber im Büro Windows nutzen, könnten diese nun auf dem Firmenrechner beide Welten zusammenführen, argumentiert Rob Enderle von der Enderle Group. Das Unternehmen könnte mit dem Angebot auch von der Popularität des Musikplayers iPod und dem damit gestiegenen Interesse an der Marke Apple profitieren, glaubt er.

Anwender, die sich zwar für Apple-PC interessieren, aber zum Beispiel wegen eines geringen Softwareangebots bislang vor einem Wechsel zurückgeschreckt sind, eröffnet sich damit eine Möglichkeit zum Umstieg.

Schon im vergangenen Jahr hatte Apple seine PC-Verkäufe deutlich steigern können. Der Absatz erhöhte sich um 35 Prozent auf 4,7 Millionen verkaufte Geräte. Trotz des Erfolgs ist der Marktanteil gering. Nach Gartner-Schätzungen lag er zuletzt bei 2,2 Prozent.

Das könnte sich nun ändern. So hält die Deutsche Bank einen Marktanteil von etwa vier Prozent für möglich. Nach Ansicht von Gartner-Analyst Atwal ist es aber nicht Strategie von Apple, im Massenmarkt gegen Dell , Hewlett-Packard  oder Fujitsu Siemens  anzutreten. "Apple will Computer mit hohen Margen verkaufen. Das ist im Massengeschäft nicht möglich."

Marktanteile von Apple am weltweiten PC-Absatz   Marktanteile von Apple am weltweiten PC-Absatz

Einige Analysten halten auch einen stärkeren Absatz im Firmenkundengeschäft für möglich. "Viele kleine Unternehmen würden gerne Apple-Rechner nutzen, wenn es dafür mehr Anwendungen gäbe", sagt Enderle. Er glaubt auch, dass größere Unternehmen, in denen Apple seit Jahren eigentlich nur noch als Insellösung in Grafik- und Marketingabteilungen zu finden ist, Apple nun in größerem Umfang in Betracht ziehen könnten. Roger Kay von IT-Beratungsunternehmen Endpoint Technologies glaubt hingegen, dass Apple mit seiner Windows-Strategie nur äußerst technophile Anwender ansprechen wird. Kay: "Apple bietet keinen Support, es ist unklar, ob Windows so reibungslos laufen wird wie Apples Mac OS, und man wird beispielsweise den Mac-Teil der Festplatte von der Windows-Seite aus nicht sehen können - all das spricht nicht eben für Nutzerfreundlichkeit." Zum FTD-PodcastFTD-Newsticker - die aktuelle Nachrichtenlage für Ihr Java-Handy.FTD-Desktop-Alarm - Eilmeldungen schnell auf Ihren PC.FTD-Bildschirmschoner - aktuelle Nachrichten und Aktienkurse direkt auf den PC.

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  • Aus der FTD vom 06.04.2006
    © 2006 Financial Times Deutschland
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