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06.01.2012, 16:28
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Apps für Fahrer:
Wenn das Auto auf Facebook surft
Twitter-Nachrichten im Stau oder Facebook an der Ampel: Der Trend zu Miniprogrammen erreicht die Autohersteller. Doch fehlende Standards blockieren den Durchbruch.
von Jürgen Klöckner, Hamburg
Autohersteller investieren kräftig in die Entwicklung eigener Apps für ihre Fahrzeuge. In den Miniprogrammen sehen sie den Standard der Zukunft und bauen dafür eigene sogenannte App-Fabriken auf - gern in Amerikas IT-Standort Nummer eins, dem Silicon Valley. "Autohersteller investieren im zweistelligen Millionenbereich in die Entwicklung eigener Applikationen", sagte Georg Wallner von der Beratungsgesellschaft Altran Technologies.
Vor allem Premiumhersteller kündigten in den vergangenen Monaten zahlreiche Applikationen an. Twitter-Nachrichten im Stau, Facebook an der Ampel, eine Autoheizung, die sich im Winter mit dem Kalender synchronisiert - der Fahrer soll auch am Steuer nutzen können, was er bislang von seinem Smartphone gewöhnt ist. Natürliche Grenze des Hypes: die Sicherheit, schließlich muss sich der Fahrer auch auf den Verkehr konzentrieren.
Zahlen wollen Kunden dafür nicht
Zwar lässt sich damit bislang noch wenig Geld verdienen, das die Millioneninvestitionen wieder einspielen könnte: "Die Preisbereitschaft der Endkunden zu Apps im Auto ist bisher gering", sagte Richard Beetz von der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little - deshalb sind Apps der Autohersteller bislang kostenlos.
Dennoch könne sich kein Autohersteller leisten, auf den Trend zu verzichten - besonders im Firmenkundengeschäft. "Autohersteller verschaffen sich mit Apps im Auto einen Wettbewerbsvorteil im Flottengeschäft", so Beetz.
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Für die Autohersteller bedeutet das Softwaregeschäft eine Umstellung: Es ist schnelllebiger als der Autobau, der Innovationszyklus ist kürzer. "Diesem Tempo müssen sich die Autohersteller zumindest softwareseitig für ihre Bordcomputer anpassen", so Beetz. Deswegen tauschen sich die Autobauer und ihre eigenen Entwickler regelmäßig mit IT-Firmen aus, darunter Facebook und
Google .
Zuletzt hatte
BMW gemeldet, neben dem ersten App-Labor in München und dem amerikanischen Pendant in Mountain View nahe dem Silicon Valley nun eine dritte App-Entwicklungsfabrik in Schanghai eingerichtet zu haben. Dort sollen Programme speziell für den asiatischen Wachstumsmarkt entwickelt werden.
Teil 2: Programmieren für Daimler im Silicon Valley
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FTD.de, 06.01.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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