Das Multifunktionsgerät Blackberry
Der kanadische Hersteller hat von Juni bis August nur 620.000 neue Nutzer gewonnen und bei einem Umsatz von 490,1 Mio. $ lediglich 56 Cent pro Aktie verdient. Damit lag das Quartalsergebnis am unteren Rand der eigenen Prognose. Der Kurs der Aktien stürzte um zehn Prozent.
Finanzvorstand David Kavelman begründete das gebremste Wachstum mit der Urlaubszeit in den USA: "Im August waren die IT-Abteilungen in großen Firmen sehr dünn besetzt. In dieser Zeit machen wir kaum Geschäft." Die Zahl der Kunden wuchs um 4,7 Prozent, im Vorjahr waren es hingegen noch 17 Prozent. "Das ist nicht vergleichbar, weil die absolute Basis kaum halb so groß war", sagte Kavelman der FTD.
Gefahr durch Microsoft
RIM hatte die Zahl von einer Million Kunden im Februar 2004 erreicht - fünf Jahre nach dem Start des Blackberry-Diensts. Derzeit zählt das Unternehmen 3,65 Millionen Kunden, im kommenden Frühjahr sollen es fünf Millionen sein. Kavelman: "Wir haben jetzt 140 Netzbetreiber, die mit unserer Technik arbeiten - das ist deutlich mehr als noch vor einem Jahr." Für das vierte Quartal kündigte RIM deshalb ein beschleunigtes Wachstum an: 710.000 neue Kunden und einen Gewinn pro Aktie zwischen 74 und 81 Cent.
Den Markt hat RIM damit nicht überzeugt. Schon seit Jahreswechsel bewegt sich der Aktienkurs seitwärts, in den 18 Monaten zuvor hatte dieser hingegen 800 Prozent zugelegt. Gefahr droht den Kanadiern nach dem Urteil von Analysten durch Konzerne wie
Microsoft , die Mobildienste für sich entdeckt haben: Weder Idee noch Technik des Blackberry-Diensts sind nachhaltig rechtlich geschützt. Kavelman gibt sich dennoch gelassen: "Microsoft hat es Jahr für Jahr versucht, den Markt zu erobern. Den Erfolg sehe ich bis heute nicht."