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Merken   Drucken   05.02.2006, 16:56 Schriftgröße: AAA

BMW.de fliegt bei Google raus  

Google lässt die Muskeln spielen: Die deutsche Webseite des Autoherstellers BMW ist bei der führenden Internet-Suchmaschine aus dem Suchindex rausgeflogen. Angeblich soll versucht worden sein, Google-Suchergebnisse zu manipulieren.
Bei Google ist bmw.de erstmal rausgeflogen   Bei Google ist bmw.de erstmal rausgeflogen
Als Folge waren die Adresse www.bmw.de und ihre verschiedenen Bereiche am Sonntag nicht mehr direkt über die Suchmaschine auffindbar, während andere Konzernseiten wie www.bmw.com weiterhin in den Ergebnissen auftauchten. Ein BMW-Sprecher kommentierte die Entwicklung zunächst nicht.
Der zuständige Google-Softwareingenieur Matt Cutts schrieb auf seiner Internetseite, es sei versucht worden, Suchergebnisse zu Gunsten der Seiten von BMW.de zu manipulieren. Zumindest ein Teil der von Google beanstandeten Seiten sei bereits entfernt worden, räumte Cutts ein.
Kampf um vorderen Listenplatz
Wie genau die Suchergebnisse zu Stande kommen, ist das große Geheimnis des Konzerns. Manipulationen können seine Glaubwürdigkeit beschädigten. Auf der anderen Seite steht das Interesse von Firmen, mit ihren Seiten möglichst weit oben auf den Listen zu landen. Denn nur wer weit oben steht, hat gute Chance User auf die eigene Webseite zu lenken. Da Google die meist genutzte Suchmaschine im Internet ist, kommt ihr dabei eine entscheidende Rolle zu.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Trefferquote zu erhöhen. Einige davon werden von Google als Regelverstoß betrachtet und mit einem zeitweisen Ausschluss aus dem Suchindex geahndet. Die betroffene Seite taucht dann nicht mehr in den Suchergebnissen auf. So findet man nun zum Beispiel bei einer Suche nach "BMW" und "Neuwagen" über Google diverse Links, aber keinen Verweis mehr zum Neuwagenbereich auf der BMW.de-Seite.
BMW soll Namen nennen
Softwareingenieur Cutts erwartet nach eigenen Angaben, dass für eine Wiederaufnahme in den Google-Index das zuständige "Webspam"-Team einen entsprechenden Antrag verlangen werde. Darin müsse versichert werden, dass es in Zukunft keine Manipulationsversuche mehr geben werde. Außerdem solle der Antrag Details darüber enthalten, wer für die bemängelten Seiten verantwortlich sei.
Im Fall von www.bmw.de haben nach Angaben von Cutts die Internet- Nutzer andere Seiten zu sehen bekommen als die so genannten "Googlebots"-Programme, die für die Suchmaschine das Internet durchforsten und den Suchindex erstellen. Während der Verbraucher zum Beispiel unter der Adresse www.bmw.de/bmw-neuwagen.html sofort per JavaScript zu einer Seite mit der Modellauswahl weitergeleitet worden sei, habe das Google-Programm dagegen einen Text angetroffen, in dem das Wort "Neuwagen" sehr oft vorkam. Als Folge sei die Seite bei den Suchergebnissen an vorderer Stelle aufgetaucht. Am Sonntag war unter der von Cutts genannten Adresse keine Seite zu erreichen.
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  • dpa, 05.02.2006
    © 2006 Financial Times Deutschland,
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