Der Speicherchip-Hersteller Qimonda hat mit der Massenfertigung einer neuen Generation von Halbleitern begonnen. Das Unternehmen will mit der Eigenerfindung nicht nur die Produktionskosten senken.
Schon im Oktober seien erste Einnahmen aus dem Verkauf von Speicherchips mit Strukturbreiten von 65 Nanometern auf Basis der Buried-Wordline-Technologie verbucht worden, teilte die Infineon-Tochter am Mittwoch mit.
Qimonda setzt große Hoffnungen in die Technologie, die sie selbst erfunden hat und als bislang einziger Chiphersteller anwendet. Die Technologie, die sich durch einen anderen Aufbau der Halbleiter von Konkurrenzprodukten abhebt, soll Qimonda zufolge kleinere Chipgrößen, höhere Baudichten und weniger Stromverbrauch ermöglichen. Zugleich soll sie die Produktionskosten des verlustreichen Münchener Unternehmens drücken.
Ursprünglich wollte das Unternehmen, das der Mutterkonzern Infineon händeringend loswerden will, bei der neuen Technik mit dem japanischen Hersteller Elpida kooperieren. Wegen der Branchen- und Unternehmenskrise legte Qimonda die Zusammenarbeit aber nach nur wenigen Monaten auf Eis.
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