Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz hat das Piratenspiel "Seafight" entwickelt, aus dem die Figur hinter Hubertz stammt
Die damaligen Eigner Aurelia Private Equity, United Internet und die Samwer-Brüder zögern nicht lange. Auch Hubertz sieht seine Chance, "was Gutes für mein privates Bankkonto zu tun". Ein internationaler Investor soll den Zuschlag für Bigpoint erhalten, der zugleich helfen kann, die Firma auch global weiterzuentwickeln.
Während ein Berater den Kontakt zu NBC Universal einfädelt, geht Investor Alexander Samwer während einer Messe in Barcelona auf die Private-Equity-Gruppe GMT zu. Er habe da eine tolle Beteiligung, schwärmte Samwer. Was man in Hamburg noch nicht weiß: GMT und NBC haben sich bereits darauf verständigt, dass sie Anteile an Bigpoint erwerben wollen und der eine nicht ohne den anderen kauft.
Also geht Bigpoint zu jeweils 35 Prozent an GMT Communications Partners und den Private-Equity-Fonds Peacock, der zum amerikanischen TV-Sender NBC Universal gehört. 70 Mio. Euro zahlen die neuen Eigner für ihre Anteile. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Erstinvestoren gerade einmal gut 10 Mio. Euro in die Firma gesteckt.
Hubertz ist es ganz recht, dass er jetzt zwei Großeigner an Bord hat. So gibt es eben keinen übermächtigen Investor. Und schließlich: Der Manager hält die restlichen 30 Prozent, und er bleibt an der Spitze seines Unternehmens So leicht kann der 33-Jährige doch nicht loslassen.
Bigpoint ist für die neuen Haupteigentümer vor allem eine strategische Investition, eine Finanzbeteiligung. Operativ mischen sie nicht mit. "Das ist das Schöne, dass wir hier komplett eigenständig sind", sagt Hubertz. Nur einmal im Monat, da fliegen die Eigner für ein Boardmeeting aus New York und London nach Hamburg ein - um sich über die Geschäftsentwicklung informieren zu lassen.