Dies ist das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Studie des IT-Beratungshauses Capgemini. "Unternehmen scheinen sich heute gezielter auf Kernthemen zu konzentrieren und scheinen viel Überflüssiges über Bord geworfen zu haben", heißt es in der Studie. Knapp die Hälfte der Studienteilnehmer geht sogar davon aus, dass die Kosten für IT noch weiter gesenkt werden können, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. Die Unterstützung der IT-Abteilung durch das Management hat sich offensichtlich verbessert: Nur noch zwölf Prozent der Befragten (im Vergleich zu 21 Prozent im Vorjahr) leiden unter mangelhafter Rückendeckung durch die Geschäftsleitung.
Die von Capgemini befragten Entscheider rechnen in der Mehrheit erst mittelfristig mit wieder steigenden Budgets für Investitionen in die Informationstechnologie: Für das Jahr 2009 gehen 50,1 Prozent davon aus, dass die Ausgaben höher liegen als im Jahr 2004. Für das laufende Jahr und für 2007 geht die Mehrheit von stagnierenden oder sogar sinkenden IT-Budgets aus. Mehr als ein Drittel der Befragten wollen im laufenden Jahr die Kosten für die Infrastruktur senken, 29 Prozent müssen beim IT-Personal sparen.
Unter diesem Druck sind IT-Projekte, die Zeit- oder Budgetrahmen sprengen, noch häufiger geworden als in den Jahren zuvor. Von Projekten, die sich mit geschäftskritischen Technologien beschäftigen, schlossen der Umfrage zufolge nur 15 Prozent im vorgesehenen Zeitrahmen ab - ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei einem Drittel.
Die Studie "IT-Trends 2005" von Capgemini ist aus der Befragung von 152 Entscheidungsträgern deutscher Unternehmen sowie 37 österreichischen und 21 schweizerischen Führungskräften entstanden. Das Papier wird während der Hamburger IT-Strategietage präsentiert, die am 17. und 18.2. stattfinden. Die Financial Times Deutschland ist Medienpartner der Veranstaltung.